US-Jazzpianist Ellis Marsalis stirbt an Coronavirus

Ellis Marsalis

Die US-Jazzikone Ellis Marsalis ist am Mittwoch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Der 85-Jährige sei in Folge von während der Infektion aufgetretenen "Komplikationen" gestorben, teilte sein Sohn Branford Marsalis mit. Der gefeierte Pianist hatte eine jahrzehntelange Musik-Karriere hinter sich. Auch seine Söhne sind bekannte Jazzmusiker: Wynton Marsalis ist Trompeter, Branford Marsalis spielt Saxofon.

Ellis Marsalis wurde im November 1934 in New Orleans - dem damaligen Epizentrum des Jazz - geboren und nahm Platten mit bekannten Größen wie Cannonball und Nat Adderley, Marcus Roberts und Courtney Pine auf. Er unterrichtete zudem am New Orleans Center for Creative Arts, der Universität von New Orleans und der Xavier-Universität von Louisiana. 2018 wurde er in die Louisiana Music Hall of Fame aufgenommen.

"Mein Vater war ein Gigant als Musiker und Lehrer, aber ein noch großartigerer Vater", erklärte Branford Marsalis. Das Jazz at Lincoln Center in New York, das von Wynton Marsalis geleitet wird, würdigte den Verstorbenen als "einen der renommiertesten Künstler und Musikpädagogen seiner Zeit - oder aller Zeiten". Marsalis habe viele Musiker inspiriert und beeinflusst.