US-Kongress einigt sich auf Milliardenpaket gegen Coronavirus

Die Chefin der Gesundheitsbehörde von Los Angeles, Barbara Ferrer, bei einem Statement zum Coronavirus

Der US-Kongress will eine Milliardensumme für den Kampf gegen das neuartige Coronavirus bereitstellen. Republikaner und Demokraten vereinbarten, Notfallmaßnahmen gegen die Epidemie mit einer Summe von 8,3 Milliarden Dollar (7,5 Milliarden Euro) zu finanzieren, wie die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, am Mittwoch mitteilte. Mit den Geldern sollten koordinierte und umfassende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Erregers ermöglicht werden, erklärte die Demokratin.

Das Repräsentantenhaus wollte noch am Mittwoch (Ortszeit) über das Milliardenpaket abstimmen. Der Senat soll dann am Donnerstag grünes Licht geben. In den USA haben sich inzwischen mehr als 130 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Elf Patienten erlagen bislang der von dem Erreger verursachten Lungenkrankheit Covid-19.

Alle bisherigen Corona-Todesfälle in den USA traten an der Westküste auf. Zehn Patienten starben im Bundesstaat Washington. Einen ersten Todesfall gab es zuletzt in Kalifornien, wie Gouverneur Gavin Newsom mitteilte.

In der südkalifornischen Millionenmetropole Los Angeles riefen die Behörden wegen des Coronavirus den Notstand aus, nachdem dort weitere sechs Infektionsfälle bestätigt worden waren. Drei der Patienten waren zuvor nach Italien gereist, dem größten Herd des Erregers in Europa, wie die Leiterin der örtlichen Gesundheitsbehörde, Barbara Ferrer, sagte.