US-Notenbank erhöht den Leitzins erneut um 0,75 Prozentpunkte

In ihrem Kampf gegen die Inflation hat die US-amerikanische Notenbank Fed den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte angehoben. Das teilte Notenbankchef Jerome Powell auf einer Presse-Konferenz in Washington DC mit.

Es ist das dritte Mal in Folge, dass die US-Notenbank die Zinsschraube kräftig nach oben dreht. Bereits im Juni und im Juli gab es ebenfalls eine Erhöhung jeweils um einen Dreiviertelpunkt.

Insgesamt ist es die fünfte Anhebung des Leitzinses der Fed in diesem Jahr. Die US-Notenbank ist den Zielen der Preisstabilität und Vollbeschäftigung verpflichtet. Erhöhungen des Leitzinses durch die Notenbank verteuern Kredite und bremsen die Nachfrage.

Das hilft dabei, die Inflationsrate zu senken, schwächt aber auch das Wirtschaftswachstum, da sich etwa Kredite verteuern. All das istnicht ohne Risiko - das Wirtschaftswachstum und der Arbeitsmarkt werden geschwächt. Ziel ist es, nur so weit an der Zinsschraube zu drehen, dass die Wirtschaft nicht kippt und in eine dauerhafte Rezession fällt.

Der neuerliche Schritt ist beachtlich. Gewöhnlich zieht es die Fed vor, den Leitzins in Schritten von 0,25 Prozentpunkten anzuheben.