Die US-Notenbank könnte sich für niedrigere Zinsschritte im Dezember entscheiden

Fed-Präsident von Atlanta, Raphael Bostic. - Copyright: 	Bloomberg / Kontributor
Fed-Präsident von Atlanta, Raphael Bostic. - Copyright: Bloomberg / Kontributor

Bei der amerikanischen Notenbank, Federal Reserve (Fed) deutet sich rund einen Monat vor einer erwarteten Zinserhöhung von 0,75 Prozentpunkten ein Kurswechsel an.

In einer Rede am vergangenen Samstag erklärte der Fed-Präsident von Atlanta, Raphael Bostic, dass er die weitere Erhebung der Zinsen vorerst verlangsamen wolle, berichtete das Handelsblatt. Das bedeute, dass die Fed in ihrem nächsten Meeting noch nicht vorhabe, den Leitzins um einen gesamten Prozentpunkt zu steigern.

Alternativ dazu sollen die Zinsen schrittweise erhöht werden, bis der Leitzins letztendlich eine Spanne von 4,75 und fünf Prozent erreicht. „Ich glaube, dass dieses Niveau des Leitzinses ausreichen wird, um die Inflation über einen vernünftigen Zeithorizont einzudämmen“, so Bostic. Ein Vorschlag könne sein, dass im Dezember zunächst eine Erhöhung von beispielsweise 50 Basispunkten vorgenommen wird.

Die Notenbank wolle danach erstmals abwarten und beobachten, wie sich die Wirtschaft entwickle. Bis sich die wirtschaftlichen Auswirkungen einer Zinserhöhung bemerkbar machen, könne es bis zu 24 Monate dauern, so das Handelsblatt. Solle die Inflation beginnen zu sinken und sich der zwei-Prozent-Marke nähern, wäre eine Zinserhöhung nicht notwendig und eine mögliche Senkung könne sogar in Betracht gezogen werden.

zb