US-Notenbank lässt Leitzins unverändert

Die US-Notenbank Federal Reserve hat den Leitzins erneut unverändert gelassen. Die Fed gab außerdem bekannt, dass sie ihr nach der Finanzkrise des Jahres 2008 gestartetes milliardenschweres Investitionsprogramm zur Stützung der US-Konjunktur graduell einstellen wird

Der US-Leitzins bleibt vorerst unverändert. Die Notenbank Federal Reserve entschied am Mittwoch nach einer Sitzung ihres sogenannten Offenmarktausschusses in Washington, die Zinsrate auf dem Niveau zwischen 0,75 und 1,0 Prozent zu belassen. An den Finanzmärkten war diese Entscheidung erwartet worden. Das schwächelnde Wirtschaftswachstum in den USA im ersten Quartal stufte die Fed als wahrscheinlich "vorübergehende" Entwicklung ein.

Die Zentralbank hatte den Leitzins erst im März leicht um 0,25 Prozentpunkte auf das jetzige Niveau angehoben. Es handelte sich um die erste Zinserhöhung seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump im Januar. Im Dezember hatte die Notenbank den Leitzins ebenfalls um 0,25 Punkte angehoben. Davor hatte es als Reaktion auf die Finanzkrise von 2008 eine jahrelange Phase der Nullzinsen gegeben.

Die Währungshüter um Notenbankchefin Janet Yellen haben bereits signalisiert, den Leitzins in diesem Jahr noch zweimal erhöhen zu wollen. Zwischen Januar und März hatte die US-Konjunktur nun allerdings nur um 0,7 Prozent zugelegt - das war der niedrigste Stand seit drei Jahren. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres war die US-Wirtschaft noch um 2,1 Prozent gewachsen.

Trump, der im Januar ins Weiße Haus eingezogen war, ist also mit einem schwachen Wachstumsquartal in seine Amtszeit gestartet. Angetreten war er mit dem Versprechen, die US-Wirtschaft nach vorn zu bringen, unter anderem will er eine massive Steuerreform über höhere Steuereinnahmen aus dem erhofften wirtschaftlichen Aufschwung gegenfinanzieren.

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