US-Politikerin Haley wegen Spruchs auf israelischer Granate in der Kritik

FDie frühere US-Präsidentschaftsbewerberin Nikki Haley hat bei einem Besuch in Israel den Spruch "Macht sie fertig" auf eine israelische Granate geschrieben. Die Republikanerin löste damit Empörung bei Menschenrechtsaktivisten aus. (Joseph Prezioso)
FDie frühere US-Präsidentschaftsbewerberin Nikki Haley hat bei einem Besuch in Israel den Spruch "Macht sie fertig" auf eine israelische Granate geschrieben. Die Republikanerin löste damit Empörung bei Menschenrechtsaktivisten aus. (Joseph Prezioso)

Die frühere US-Präsidentschaftsbewerberin Nikki Haley hat bei einem Besuch in Israel den Spruch "Macht sie fertig" auf eine israelische Granate geschrieben - und damit Empörung bei Menschenrechtsaktivisten ausgelöst. Ein Foto der Republikanerin mit der Granate wurde vom israelischen Abgeordneten und Ex-Botschafter Danny Danon im Onlinedienst X veröffentlicht. Danon hatte Haley bei ihrem Israel-Besuch zu Beginn der Woche begleitet.

Auf dem Bild ist die frühere Konkurrentin von Ex-Präsident Donald Trump im Wettbewerb um die republikanische Präsidentschaftskandidatur dabei zu sehen, wie sie mit einem violetten Filzstift vor der Granate kniet. "'Macht sie fertig'. Das ist, was meine Freundin, Ex-Botschafterin Nikki Haley, geschrieben hat", kommentierte Danon die Aufnahme. Haley war während der Präsidentschaft Trumps US-Botschafterin bei der UNO in New York. Auch Danon war damals Botschafter bei den Vereinten Nationen.

Amnesty International kritisierte Haley scharf für die Granaten-Aktion. "Konflikte sind kein Ort für Werbeaktionen. Konflikte haben Regeln. Zivilisten müssen geschützt werden", erklärte die US-Sektion der Menschenrechtsorganisation auf X.

Haleys Spruch bezieht sich offenbar nicht auf die israelische Militäroffensive gegen die militante Palästinenserorganisation Hamas im Gazastreifen, sondern auf die Gefechte der israelischen Armee mit der Hisbollah-Miliz im Libanon. Das Foto mit der Granate wurde im israelischen Norden nahe der Grenze zum Libanon aufgenommen.

Haley war im März aus den Vorwahlen der US-Republikaner zur Bestimmung ihres Kandidaten gegen Präsident Joe Biden ausgestiegen. Im Vergleich mit Trump, der sich die Nominierung für die Wahl im November inzwischen so gut wie gesichert hat, galt sie als die gemäßigtere Alternative.

Trump hat ausgeschlossen, die 52-Jährige als Kandidatin für die Vizepräsidentschaft an seine Seite zu holen. Es wird jedoch spekuliert, dass Haley im Jahr 2028 einen erneuten Anlauf auf die Präsidentschaft unternehmen könnte.

dja/se