US-Präsident fordert Waffenruhe in äthiopischer Region Tigray

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US-Präsident Biden ruft zu Waffenruhe in Äthiopien auf

US-Präsident Joe Biden hat eine Waffenruhe und ein Ende der Menschenrechtsverletzungen in der äthiopischen Konfliktregion Tigray gefordert. "Ich bin zutiefst besorgt über die eskalierende Gewalt und die Verhärtung der regionalen und ethnischen Spaltungen in mehreren Teilen Äthiopiens", teilte Biden am Mittwoch (Ortszeit) mit. "Die massiven Menschenrechtsverletzungen in Tigray, einschließlich der weit verbreiteten sexuellen Gewalt, sind inakzeptabel und müssen aufhören", betonte der US-Präsident.

Zuvor hatte sich die UNO alarmiert über Massenfestnahmen in mehreren Flüchtlingslagern in der Region gezeigt. Tausende Vertriebene hätten nach den Vorfällen, an denen Soldaten aus Äthiopien und dem Nachbarland Eritrea beteiligt gewesen sein sollen, erneut die Flucht ergriffen. Am Sonntag hatten die USA bereits Sanktionen angekündigt, unter anderem in Form von Visa-Beschränkungen gegen Beteiligte in dem Konflikt.

Äthiopische Regierungstruppen hatten im November eine Offensive gegen die Volksbefreiungsfront TPLF begonnen. Seither sind die geschätzt sechs Millionen Einwohner der Region großteils vom Rest der Welt abgeschnitten. Im Zuge des Konfliktes waren auch Soldaten aus dem Nachbarland Eritrea einmarschiert, denen Massaker an der Zivilbevölkerung und sexuelle Gewalt gegen Frauen vorgeworfen werden.

Auch mehr als sechs Monate nach dem Einmarsch der äthiopischen Truppen gehen die Kämpfe weiter. Experten warnen vor einer drohenden humanitären Katastrophe.

fwe

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