US-Regisseurin Greta Gerwig würde Frauen mit Preisen überhäufen

Würde Frauen mit Preisen überhäufen: Greta Gerwig (links)

Wenn es nach der US-Regisseurin und Schauspielerin Greta Gerwig ginge, wären Frauen die großen Gewinnerinnen der diesjährigen Golden Globes. "Frauen sollten alle Statuen bekommen", sagte die 36-Jährige der Nachrichtenagentur AFP in Paris. Sie äußerte sich "enttäuscht", dass ihr neuer Film "Little Women" nicht in einer der Hauptkategorien für den wichtigen US-Filmpreis nominiert ist, der am 5. Januar in Los Angeles vergeben wird.

"In diesem Jahr gab es so viele schöne Filme von Frauen", sagte Gerwig weiter. Dennoch sei keine einzige Regisseurin für die Auszeichnung im Rennen. In Hollywood wird darüber gestritten, warum in der 77-jährigen Geschichte der Golden Globes überhaupt nur fünf Filmemacherinnen nominiert wurden. Barbra Streisand ist die einzige Regisseurin, die den Preis gewann - mit dem Film "Yentl" von 1984.

Dennoch habe sich die Lage für Filmemacherinnen in den vergangenen Jahren insgesamt verbessert, sagte Gerwig. "Die Leute gehen eher mal ein Risiko ein und setzen auf andere Drehbuchautoren oder Regisseure."

Gerwigs Film "Little Women" kommt Ende Januar auch in Deutschland in die Kinos. Darin geht es um vier junge Frauen im Amerika des 19. Jahrhunderts, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen wollen. Darstellerin Saoirse Ronan ist für den Golden Globe als beste Schauspielerin nominiert, der Komponist Alexandre Desplat für die beste Filmmusik.