Warum US-Soldaten im Kampf gegen den IS Schwarz tragen

John Stanley Hunter
Warum US-Soldaten im Kampf gegen den IS Schwarz tragen

Die US-Bodentruppen im Irak tragen im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nicht ihre üblichen Uniformen, sondern passen sich den Farben der irakischen Streitkräfte an. Ein Hauptgrund dafür ist, dass die Zahl gezielter Angriffe auf US-Soldaten reduziert werden soll. Zudem soll die Präsenz der USA im Irak nicht zu offensichtlich sein, wie das US-Nachrichtenmagazin „Newsweek“ berichtet. Zuletzt waren im Internet mehrere Bilder aufgetaucht, die US-Soldaten in schwarzer Uniform zeigen.

Nach dem Genfer Abkommen von 1949 müssen Soldaten sich optisch erkennbar von der Bevölkerung unterscheiden — auch aus größerer Distanz. Doch in den vergangenen 15 Jahren ist diese Regelung aus strategischen Gründen immer wieder missachtet worden: Die Gegner der USA — unter anderem auch der IS — kämpfen nicht nach den Standards des Genfer Abkommens, und die USA haben sich dem anpassen müssen. 

Jeffrey Addicott vom Zentrum für Terrorismusrecht der St. Mary's University sagte gegenüber der „Military Times“, dass in der modernen Kriegsführung die klassische Uniform ausgedient hätte, „um sich vor feindlichen Angriffen zu schützen“. Das ist auch der Grund dafür, warum die US-Streitkräfte im Irak schwarze Uniformen tragen.

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