US-Spezialkräfte in der Demokratischen Republik Kongo eingetroffen

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Soldaten auf Patrouille im Kongo

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind US-Spezialkräfte eingetroffen, die sich dort am Kampf gegen den "Terrorismus" und den Wildtier-Schmuggel beteiligen sollen. Ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP erhielt am Mittwoch von kongolesischer und US-Seite die Bestätigung, dass die Spezialkräfte am Vortag im Hauptquartier des Virunga-Parks eingetroffen seien. Das kongolesische Präsidialamt hatte am Sonntag mitgeteilt, dass es den Einsatz der US-Experten genehmigt habe.

Über die Zahl der Mitglieder des Kommandos gab es zunächst keine genauen Erkenntnisse. Auf den offiziellen Fotos vom Treffen des kongolesischen Präsidenten Félix Tshisekedi mit der US-Delegation waren jedoch rund zwölf Soldaten zu sehen.

Das kongolesische Präsidialamt erklärte, die Spezialkräfte sollten die kongolesische Armee bei ihrem "Kampf gegen den Terrorismus" unterstützen. Die Nationalparks von Virunga und Garamba seien zu einer "Zufluchtsstätte terroristischer Kräfte" geworden.

Das US-Kommando soll gegen die Gruppierung ADF, einen Ableger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), vorgehen. Ursprünglich war die ADF eine Rebellengruppe aus Uganda. Seit rund 30 Jahren ist sie aber in der Demokratischen Republik Kongo aktiv, wo sie tausende Zivilisten getötet haben soll. Die US-Botschaft erklärte, dass das Kommando der Spezialkräfte den kongolesischen Wildhütern helfen solle, den Schmuggel von Wildtieren und "andere illegale Aktivitäten" zu unterbinden.

ao/isd

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