Neue Rekorde bei Corona-Infektionen und -Toten in den USA

·Lesedauer: 2 Min.
Ärzte und Pflegekräfte geben in einer Klinik in Houston den Kampf um eine bewusstlose Corona-Patientin auf (Bild: Reuters/Callaghan O'Hare)
Ärzte und Pflegekräfte geben in einer Klinik in Houston den Kampf um eine bewusstlose Corona-Patientin auf (Bild: Reuters/Callaghan O'Hare)

In den USA haben die Zahlen der Corona-Neuinfektionen und der Todesopfer der Pandemie neue Höchststände erreicht. Binnen 24 Stunden wurden 3784 weitere Corona-Tote gezählt, wie die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore am Mittwochabend (Ortszeit) mitteilte. Dies ist die höchste Zahl seit Beginn der Pandemie. Zudem wurden mehr als 250.000 neue Ansteckungen mit dem Virus registriert - auch dies ist die bislang höchste Zahl.

Seit mehr als einem Monat breitet sich der neuartige Erreger wieder in besonders dramatischem Tempo in den Vereinigten Staaten aus. Derzeit befinden sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums wegen der von dem Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 rund 113.000 Menschen in den USA in den Krankenhäusern.

Die Vereinigen Staaten sind von den absoluten Zahlen her das am stärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt. Insgesamt wurden in den USA bislang rund 16,9 Millionen Ansteckungsfälle erfasst. Die Zahl der registrierten Todesopfer liegt bei etwa 307.000.

Impfungen laufen seit Montag

Die Impfkampagne in den USA mit dem von der Mainzer Firma Biontech und dem US-Konzern Pfizer entwickelten Anti-Corona-Vakzin war am Montag angelaufen. Dabei werden vorrangig zunächst Gesundheitspersonal und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen geimpft. Die US-Arzneimittelaufsicht FDA hatte in der vergangenen Woche eine Notfallzulassung für den Impfstoff erteilt.

Im US-Bundesstaat Alaska erlitt allerdings eine Gesundheitsmitarbeiterin eine schwere allergische Reaktion nach der Corona-Impfung. Sie wurde im Krankenhaus behandelt, wie die "New York Times" am Mittwoch berichtete.

US-Vizepräsident Mike Pence und seine Frau Karen sollen am Freitag vor laufenden Kameras gegen Covid-19 geimpft werden. Damit solle "die Sicherheit und Wirksamkeit" des Corona-Impfstoffs demonstriert und das Vertrauen der US-Bürger in die Impfung befördert werden, erklärte am Mittwoch das Weiße Haus.

Trump wartet mit Impfung

Auch Präsident Donald Trump sei "absolut offen" dafür, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen, hatte seine Sprecherin Kayleigh McEnany bereits am Dienstag gesagt. Da Trump allerdings erst im Oktober von einer Erkrankung an dem Coronavirus genesen war, gilt er derzeit als immun gegen den Erreger. Der Präsident werde die Impfung zu dem Zeitpunkt erhalten, den sein medizinisches Team für den besten halte, sagte die Sprecherin.

Trump und seine Regierung scheiden am 20. Januar aus dem Amt. Der gewählte nächste Präsident Joe Biden will sich nach eigenen Worten ebenfalls in Kürze öffentlich gegen Covid-19 impfen lassen.

Video: Männer halten laut US-Umfrage weniger Abstand