USA: Erster Betriebsrat in einem Apple-Store beschlossen

Zum ersten Mal haben Beschäftigte eines Apple-Stores in den USA eine Gewerkschaft gegründet. Einzelhandelsangestellte des Apple-Konzerns hätten sich „mit überwältigender Mehrheit für den "historischen" Beitritt zur International Association of Machinists and Aerospace Workers“ (IAM) entschieden“, so die Gewerkschaft auf ihrer Internetseite. 65 der 110 Angestellten des Geschäfts in Towson im US-Bundesstaat Maryland votierten für die Gründung, 33 dagegen.

  

Die Angestellten fordern Mitbestimmung bei Löhnen, Arbeitszeiten und Sicherheitsmaßnahmen.

Im vergangenen Monat hatten Apple-Beschäftigte in Atlanta, Georgia, die sich gewerkschaftlich organisieren wollten, ihren Antrag zurückgezogen. Sie begründeten dies mit Einschüchterungsversuchen.

"EINSCHÜCHTERUNG"

Apple-Personalchef Deirdre O'Brien hatte den Store in Towson im Mai besucht - und unter anderem darauf verwiesen, eine Gewerkschaft würde als „Vermittler“ das Verhältnis zwischen Apple und seinen Beschäftigten „komplizierter machen“.

Im April hatte Apple nach Medienberichten in den USA eine auf Verhinderung von Betriebsräten spezialisierte Kanzlei angeheuert. Laut eines Berichts des Internetportals „The Verge» hatte Apple die Anwaltskanzlei Litter Mendelsohn engagiert, um Bemühungen der Belegschaft des Apple Store in der Cumberland Mall in Georgias Hauptstadt Atlanta zu torpedieren, sich gewerkschaftlich zu organisieren.

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Die Firma aus San Francisco habe bereits McDonalds und Starbucksin ihren Konflikten gegen Gewerkschaften und Betriebsräte vertreten.

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