USA klagen zehn Iraner wegen Umgehung von Sanktionen an

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Die Verdächtigen sollen unter anderem Öl-Tanker gekauft haben

Die USA haben Anklage gegen zehn Iraner erhoben, die gegen Teheran gerichtete Sanktionen umgangen haben sollen. Den Verdächtigen werde vorgeworfen, 20 Jahre lang heimliche Transaktionen in Höhe von insgesamt mehr als 300 Millionen Dollar (251 Millionen Euro) im Auftrag der iranischen Regierung vorgenommen zu haben, teilte das Justizministerium in Washington am Freitag mit. Bei einer Verurteilung droht den Iranern bis zu 20 Jahre Haft.

Das Geld sei durch mehr als 70 Tarnfirmen in den USA, Kanada, den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Iran und Hongkong geschleust worden, erklärte das Ministerium. Zu den Transaktionen habe auch der Kauf zweier Öl-Tanker im Wert von je 25 Millionen Dollar gehört. Die Verdächtigen, die mit einer Geldbuße von mehr als 157 Millionen Dollar wegen Geldwäsche belegt wurden, leben den Angaben zufolge mutmaßlich nicht in den USA.

"Täuschen Sie sich nicht: Das Justizministerium wird weiterhin alle notwendigen Instrumente nutzen, um die Fähigkeit des iranischen Regimes einzudämmen, das Finanzsystem der USA zu nutzen, um seine bösartigen Vorhaben zu unterstützen", erklärte Vize-Justizminister John Demers. Der Iran unterliegt zahlreichen US-Sanktionen.

isd