USA: Schlange macht es sich in Popcorntüte bequem

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Eine Erdnatter jagt einer Supermarkt-Kundin einen gehörigen Schrecken ein: Die Schlange hatte es sich in einer Popcorntüte bequem gemacht.

Bei der Keeled Rat Snake handelt es sich um eine ungiftige Natternart
So ähnlich sah die Schlange aus, die aus einer Popcorntüte eine Supermarktkundin erschreckte. Foto: Symbolbild / gettyimages

Süß oder salzig: Meistens fällt die Entscheidung bei Popcorn zwischen diesen beiden Möglichkeiten. In Lunenburg County, im US-Bundesstaat Virginia gelegen, entdeckte eine Frau nun eine dritte.

"Das kann man ja nicht mehr verkaufen"

Wie das Regionalfernsehen ABC6 berichtet, hat sich am vergangenen Donnerstag eine Frau beim Einkaufen im Supermarkt ganz schön erschreckt: Sie wollte gerade zu einer Tüte Popcorn greifen, als sie darauf kleine schwarze Punkte entdeckte. Sie dachte, dass es sich wohl um Mäusekot handeln müsste. Dazu passte, dass überall auf dem Boden Mäusefallen aufgestellt waren. Also griff sie nach einer anderen Tüte. Doch die hatte ein Loch.

Im Interview sagte die Frau über diesen Augenblick: "Ich wollte die kaputte Tüte zur Kasse bringen, weil man sie ja nicht mehr verkaufen kann. Aber sobald ich sie anhob, schnellte das Ding raus!"

Maus oder Mäuseplage?

Das Ding war eine Schlange. Die hatte es sich offenbar in der Popcorntüte gemütlich gemacht. Kein Wunder, denn der Supermarkt dürfte ein Schlaraffenland für das Reptil sein. Denn, so erzählte die Frau weiter, im gesamten Supermarkt lagen keine Waren auf dem untersten Regalboden – vermutlich aus dem Grund, dass dorthin Mäuse besonders leicht gelangten. Es dürfte sich also nicht nur um einige wenige Mäuse, sondern eher eine Mäuseplage gehandelt haben.

Aber zurück der Schlange: Die schlängelte sich erstmal den Einkaufswagen hinab, kurz über den Boden und legte dann den Rückwärtsgang ein und verschwand schließlich wieder in ihrer Popcorntüte.

Foto zeigt wohl eine Erdnatter

Von dem Loch in der Tüte mit herausblickendem Schlangenkopf hat die Frau auch ein Foto gemacht und es auf Facebook geteilt. Allerdings gehört da, zumindest für Laien, eine Menge Fantasie dazu, um eine Schlange zu erkennen. Trotzdem ist es offenbar gelungen, allein durch das Foto die Art zu identifizieren: Demnach handelte es sich um eine ungiftige Erdnatter. Die Färbung dieser Tiere reicht von schwarz bis zu fast gelben Schlangen, sie können bis zu 180 Zentimeter lang werden.

Regelmäßige Beschwerden

CBS6 befragte später auch den Filialleiter des Supermarkts zu dem Vorfall. Der könne sich nicht erklären, woher die Schlange gekommen sei. Man versuche, das schnellstmöglich herauszufinden. Bislang gebe es zumindest kein Hinweise auf weitere Schlangen. Auf die Mäusefallen angesprochen, antwortete er: "Wir verwenden welche, aber nur sporadisch."

Laut der Frau, die die Schlange entdeckt hatte, wurde das zuständige Gesundheitsamt schon häufig über problematische Zustände in eben diesem Supermarkt informiert. Bislang habe sich aber nichts geändert. Sie werde deshalb der höchsten Gesundheitsbehörde in Virginia berichten. Sie hoffe, dass sich die Zustände dann bessern. Nicht aber, dass der Supermarkt geschlossen werde. Denn: "Es ist der einzige Laden, den wir in der Kleinstadt haben."

Im Video: Wie im Handyspiel: Schlange lässt sich offenbar von "Snake" inspirieren

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