Mehr US-Rindfleisch für die EU - USA und EU einigen sich auf Handelsabkommen

Die Vereinigten Staaten können künftig mehr Rindfleisch in die Europäische Union exportieren. Vertreter von EU und USA unterzeichneten in Washington ein entsprechendes Handelsabkommen. Die US-Regierung erklärte, der Wert der zollfreien Rindfleischexporte in die EU werde sich dank der Einigung annähernd verdreifachen - von rund 150 Millionen US-Dollar auf etwa 420 Millionen Dollar im Laufe der nächsten sieben Jahre.

"Das ist ein gewaltiger Sieg für die amerikanischen Landwirte, Viehzüchter und natürlich die europäischen Verbraucher. Denn amerikanisches Rindfleisch gilt als das beste der Welt", sagte US-Präsident Donald Trump. "Meine Regierung setzt sich wie nie zuvor für unsere Landwirte und Viehzüchter ein. Wir schützen unsere Landwirte, auf viele Arten, auch gegenüber China."

Für die Europäische Union ging es bei dem Abkommen vor allem darum, eine weitere Eskalation des Handelskonfliktes mit Washington zu vermeiden.

"Beim Handel geht es uns nicht nur ums Geld, sondern auch um Werte", sagte Stavros Lambrinidis, EU-Botschafter in den USA. "Es geht darum sicherzustellen, dass hohe Standards beim Umgang mit unfairem Wettbewerb eingehalten werden."

Im Detail sieht die Einigung vor, dass die EU künftig Teile ihres globalen Einfuhrkontingentes an Rindfleisch für amerikanische Anbieter reserviert. Innerhalb von sieben Jahren soll der US-Lieferanteil auf 35 000 Tonnen pro Jahr steigen . Insgesamt umfasst das Kontingent der EU 45 000 Tonnen.

Aus den anderen wichtigen Lieferländern, etwa Argentinien und Uruguay, wird damit weniger Rindfleisch nach Europa kommen. Das Europaparlament muss das Abkommen noch formal bestätigen.