USA: Wahrscheinlichkeit für Überflutungen nimmt zu

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Nicht nur der Klimawandel ist für die steigende Gefahr durch Hochwasser in Küstenregionen verantwortlich, sondern auch der Mond.

A flood warning sign, on a closed country road next to water logged fields in the Avon Valley, Hampshire, England. Flooded after an extreme amount of rainfall at the start of 2014
Überflutungen werden laut einer aktuellen Studie, im Journal Nature veröffentlicht, in den kommenden zwei Jahrzehnten dramatisch zunehmen. Foto: Symbolbild / gettyimages

Unwetter bis hin zu Extremwetterereignissen, sie werden mit dem Klimawandel häufiger und heftiger auftreten. Das spüren die Menschen derzeit in den USA besonders, bei Rekordtemperaturen von bis zu 50 Grad Celsius.

Neben längeren und intensiveren Hitzeperioden steigt auch die Wahrscheinlichkeit für Überflutungen in den Küstenregionen. Eine aktuelle Studie der Nasa sagt jetzt mögliche Entwicklungen für die USA in den kommenden 15 Jahren voraus – mit teils katastrophalen Szenarien.

Durchgeführt wurde die Studie von der Nasa-Abteilung „Sea Level Change“, die sich mit Veränderungen des Meeresspiegels und dem Einfluss des Klimawandels auf Küstenregionen beschäftigt. Sie ist an der Universität von Hawaii ansässig.

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Das zentrale Ergebnis: An zahlreichen US-Küsten wird die Häufigkeit von Überflutungen zunehmen. Schon heute tritt das Meer immer wieder über die Ufer und schwemmt bis in die Zentren der Küstenstädte.

Der wobble-Mond

Nicht nur der Klimawandel ist für die wahrscheinliche Zunahme von Überflutungen verantwortlich – sondern auch der sogenannte „wobble“-Mond, der „taumelnde“ Mond. Dieses Phänomen ist schon seit dem 18. Jahrhundert bekannt: Der Mond bewegt sich auf seiner Umlaufbahn nicht exakt kreisförmig, sondern taumelt leicht hin und her.

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Das beeinflusst die Meere – und zwar periodisch. Erst gleichen sich die Gezeiten der Meere an: Die Flut fällt nicht mehr so hoch aus, bei Ebbe zieht sich das Meer nicht mehr so weit zurück. Dann werden die Gezeiten extremer: Bei Ebbe ziehen sich die Meere weiter zurück, um bei Flut höher zu steigen. Diese Phase steht jetzt bevor.

Und sie wird durch den steigenden Meeresspiegel, bedingt durch den Klimawandel, noch verstärkt. Das sagt einer der Studienautoren, Ben Hamlington, im Interview mit dem US-amerikanischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk NPR: „Die Schwelle zu Überflutungen wird in zahlreichen Küstengebieten leichter erreicht. Hochwasser, die bislang keine Überflutungen verursacht haben, werden dann welche verursachen.“

Dramatische Folgen kommen früher als erwartet

Die Überflutungen werden laut der Studie nicht nur häufiger, sondern auch gehäuft – in sogenannten Clustern – auftreten. Je nach Positionen von Sonne, Erde und Mond zueinander, wird es voraussichtlich Monate mit viel höherer Überflutungs-Wahrscheinlichkeit geben.

Zahlreiche Städte in Küstennähe, nicht nur in den USA, sondern weltweit, werden betroffen sein. Hamlington sagt: „Viele Prognosen, die Forschende bislang für Küsteningenieur*innen bereitgestellt haben, blickten eher auf das Jahr 2100. Aber die Auswirkungen durch die Kombination von Klimawandel und Mondposition werden schon in den kommenden zwei Jahrzehnten dramatische Veränderungen zur Folge haben.“

Auf der Nasa-Seite schreiben die Autor*innen dazu: „Es wird der kumulierte Effekt über Zeit sein, der großen Schaden anrichtet. Wenn das Meer zehnmal, fünfzehnmal im Monat Städte oder Viertel flutet, werden Unternehmen ihr Geschäft nicht aufrechterhalten können. Unzählige Menschen verlieren dort ihre Jobs.“

Im Video: Ursachen und Folgen des Klimawandels

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