USA weiten Wirtschaftssanktionen gegen Venezuela aus

Demonstranten in Caracas

Die USA haben ihre Wirtschaftssanktionen gegen Venezuela ausgeweitet und den Goldabbau des Landes ins Visier genommen. Wie das Finanzministerium in Washington am Dienstag mitteilte, wurden die staatliche Gold-Bergbau-Firma CVG Minerven und dessen Präsident mit Sanktionen belegt, weil sie mit ihren Aktivitäten Staatschef Nicolás Maduro und dessen Umfeld unterstützten. Das Vermögen in den USA wurde eingefroren und US-Firmen dürfen fortan keine Geschäfte mehr mit dem Unternehmen machen.

US-Finanzminister Steven Mnuchin warf der "illegitimen" Regierung von Maduro vor, mit dem Goldabbau Venezuelas Vermögen zu "plündern" und sich daran zu bereichern. Die indigene Bevölkerung werde gefährdet, indem geschützte Gebiete ausgebeutet würden.

Washington hatte bereits mehrfach Sanktionen verhängt, die auf Maduro und dessen Umfeld abzielten. So versuchen die Vereinigten Staaten, Caracas etwa von den Erlösen aus Ölexporten abzuschneiden. Die Maßnahmen richten sich dabei gegen die staatliche Erdölgesellschaft PDVSA und deren in den USA tätige Tochterfirma Citgo. Auch die in Russland ansässige Evrofinance Mosnarbank, die teilweise in venezolanischem Besitz ist, belegten die US-Regierung mit Sanktionen.

Washington unterstützt ebenso wie eine Reihe weiterer Länder den selbsternannten venezolanischen Übergangspräsidenten Juan Guaidó. Er hatte den seit 2013 herrschenden Maduro im Januar offen herausgefordert.