USA wollen Ukraine 50 Schützenpanzer liefern

Die US-Regierung hat der Ukraine ein weiteres Militärpaket zur Verfügung gestellt. Es hat einen Umfang von mehr als drei Milliarden US-Dollar. Die USA gelten als wichtigster Verbündeter der Ukraine im Krieg gegen Russland. "Ich möchte US-Präsident Biden danken, genauso wie den Vertretern des Kongresses und allen Amerikanern, die die Freiheit lieben und wissen, dass es wichtig ist, sie zu schützen", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. "Ich danke dem deutschen Kanzler Olaf Scholz für die Entscheidung, der Ukraine das Patriot-Luftverteidigungssystem zur Verfügung zu stellen. Zusammen mit billianten deutschen IRIS-T wird das alles den ukrainischen und die europäischen Himmel sicherer machen."

Zur US-Militärhilfe gehören unter anderem 50 Schützenpanzer vom Typ Bradley. Außerdem 100 gepanzerte Truppentransportfahrzeuge und minenresistente Fahrzeuge sowie 138 Geländewagen vom Typ Humvee. Deutschland hatte zuvor angekündigt Marder-Schützenpanzer und ein Patriot-Flugabwehrsystem liefern zu wollen.

Selenskyj erklärte in seiner wöchentlichen Ansprache seine Dankbarkeit für die neuen Militärhilfen. "Es ist uns gelungen, die Stärke der Ukraine und die Zusammenarbeit bei der Verteidigung mit den Partnern auf ein neues Level zu bringen." Von nun an habe die Ukraine mehr Flugabwehr, mehr gepanzerte Fahrzeuge, erstmals westliche Panzer, mehr Geschütze und Geschosse. Auch in der Vergangenheit hatte die Ukraine westliche Panzer erhalten, allerdings handelte es sich dabei um Flugabwehr-, Transport- oder Bergepanzer und nicht - wie dieses Mal - um Schützenpanzer.

Russland: Drohnenangriff auf Krim abgewehrt

Russland hat nach eigenen Angaben erneut einen Drohnenangriff auf die seit 2014 von Moskau annektierte Halbinsel Krim abgewehrt. Es habe sich um einen Angriff in der Nähe von Sewastopol gehandelt. Die Stadt ist die Marinebasis der russischen Schwarzmeerflotte. Der Hafen war bereits mehrfach Ziel ukrainischer Drohnenangriffe, zuletzt am 4. Januar, als zwei Drohnen abgeschossen wurden. Russland versorgt seine Besatzungstruppen im Süden der Ukraine vor allem über die Krim. Immer wieder nimmt daher die Ukraine logistische und militärische Ziele auf der Halbinsel ins Visier.

Unterdessen hat die britische Regierung in London angekündigt, die Aufklärung von russischen Kriegsverbrechen in der Ukraine vorantreiben zu wollen. Sie lud dazu gemeinsam mit den Niederlanden zu einem internationalen Treffen ein. Im März sollen sich Justizministerinnen und Justizminister aus aller Welt in London treffen, um finanzielle und praktische Unterstützung für die Arbeit des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag zu organisieren, hieß es.