Varieté: "Scotch & Soda" feiert Premiere im Chamäleon Theater

Das Varietéprogramm „Scotch & Soda“ startete am Donnerstag vor ausverkauftem Haus. Ohne Worte, aber mit Witz und Tempo.

Das Varieté, die kleine Schwester des Zirkus, ist erwachsen und inzwischen selbst zum Zirkus geworden. Zum Cirque Nouveau, zum New Circus, zum Neuen Zirkus. Vorbei die Zeiten, da es reichte, mit althergebrachten Nummernprogrammen einen Kessel Buntes neu aufzukochen. Heute sind mutige Ideen gefragt, Querdenker, Bühnenvisionäre, die dem guten alten Varieté neues Leben einhauchen. Schon lange macht man sich im Chamäleon Theater stark für den Neuen Zirkus fern der klassischen Manege. Und mit dem neuen Programm "Scotch & Soda", das am Donnerstagabend seine ausverkaufte Premiere erlebte, haben sich die Macher einen veritablen Hit ans Haus in den Hackeschen Höfen geholt.

Die Truppe kommt aus dem australischen Brisbane, nennt sich Company 2 und geht mit ungeheurer Energie zur Sache. Faszinierend, dass die knapp zwei Stunden währende Show ohne Rahmenhandlung, ohne Worte, ohne roten Faden auskommt und dennoch mit Witz und Tempo schnell für sich einnimmt. Fünf exzellente Artisten und fünf versierte Musiker haben hier zusammengefunden. Jeder hat seine Rolle, die dann doch immer wieder gebrochen wird. Mal mischt sich ein Musikant ins akrobatische Geschehen ein, mal wird ein Artist zum Musiker. Jazz und Tingeltangel in zeitgemäßer Perfektion.

Als der Vorhang sich öffnet, sind wir in einer Art Zirkuszelt irgendwann Anfang der 20er-Jahre des vorigen Jahrhunderts. In einem trunkenen Amüsierschuppen, in dem sich eine Jazzband bravourös von New-Orleans-Dixie über Blues und Bebop bis zu zickigen B...

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