Vater wegen Vergewaltigung von zweijähriger Tochter in Lübeck vor Gericht

Vater soll zweijährige Tochter vergewaltigt haben

Wegen Vergewaltigung seiner zweijährigen Tochter muss sich ein 28-Jähriger seit Mittwoch vor dem Landgericht im schleswig-holsteinischen Lübeck verantworten. Laut Anklage soll er das Kleinkind mehrfach sexuell missbraucht und dabei durch Knebelung in Todesgefahr gebracht haben. Seine Taten filmte er demnach und verbreitete sie über das Internet.

Der Prozess begann nach Angaben eines Gerichtssprechers planmäßig. Zunächst sind acht Verhandlungstage angesetzt, an denen unter anderem Zeugen und Gutachter gehört werden sollen. Mitangeklagt ist ein 47-Jähriger, der bei den Verbrechen dabei gewesen sein soll.

Die Ermittlungen gegen den Vater kamen durch dessen Filme in Gang. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte der Mann Anfang November vergangenen Jahres über einen Messengerdienst Bilder des Missbrauchs an einen Mann geschickt, den er auf einer Internetplattform zur Suche von Sexpartnern kennenlernte. Dieser alarmierte das Jugendamt, das die Polizei einschaltete. Wenige Tage darauf wurde der Vater festgenommen. Er gestand teilweise.

Seine Angaben führten die Beamten außerdem zu dem 47-jährigen mutmaßlichen Mittäter. Neben den beiden Männern gibt es in dem Fall weitere Verdächtige, die das kinderpornografische Material angesehen und die Vergewaltigungen teilweise auch in Livechats mitverfolgt haben sollen. Möglicherweise sollen sie die Angeklagten laut Staatsanwaltschaft zu bestimmten Handlungen aufgefordert haben - zu diesem Verdacht dauern die Ermittlungen aber noch an.

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