Vater schreibt Brief an verloren geglaubte Tochter

Diese Nachricht hängte Michael Hoben, 71, in einem lokalen Geschäft in Sheerness auf. (Bild: Facebook)

Es war ein verzweifelter Kontaktversuch, den der 71-jährige Brite Michael Hogben unternahm. Nach 27 Jahren Funkstille schrieb er sich die Liebe zu seiner Tochter Mandy von der Seele und hängte den Brief in einen Zeitungsladen. Was dann passierte, hatte er so allerdings nicht geplant.

Der Brief hing zwischen den Aushängen von Fensterputzern und Klempnern. Ein Kunde wurde auf die handgeschriebene Botschaft aufmerksam. Er veröffentlichte den Brief auf Facebook, wo er inzwischen schon über 95.000 Mal weitergeleitet wurde. „Es tut mir leid Mandy, aber ich kenne deinen Ehenamen nicht. Ich suche dich seit Jahren und nichts und niemand wird mich daran hindern, dich zu finden. Denn ich habe dich in jeder Minute und jeder Stunde in all diesen Jahre so geliebt und so viel verpasst.“ So beginnt Michael Hogben die berührende Nachricht an seine Tochter, mit der er das letzte Mal im Jahr 1986 Kontakt hatte. Sechs Jahre zuvor hatten sich Hogben und seine Frau voneinander getrennt.

Der Metallarbeiter war daraufhin aus dem gemeinsamen Haus auf der Isle of Sheppey to Gillingham ausgezogen. Nach Angaben der „Daily Mail“ war es zum Kontaktabbruch auch deshalb gekommen, weil es sich Hogben nicht habe leisten können, seine Tochter zu besuchen. „Ich hatte mein Leben um meine Familie herum aufgebaut, und als das vorbei war, wusste ich nicht, was ich tun sollte”, sagte Hogben der Zeitung. Auch habe er gedacht, Mandy habe sicher angenommen, dass er nichts mehr mit ihr zu tun haben wolle. 

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Der 71-Jährige lebt inzwischen in Maidstone und hatte in den letzten Jahren verstärkt versucht, seine Tochter ausfindig zu machen. Der Brief sei eine drastische Methode gewesen, weil er sich nicht mehr anders zu helfen gewusst habe. Dass die Botschaft im Internet verbreitet wurde, sei ihm zunächst aber nicht recht gewesen: „Ich wollte nicht, dass meine Nachricht auf Facebook veröffentlicht wird. Ich bin kein Internet-Fan“, sagte Hogben. Das Engagement der Netzgemeinde scheint sich aber ausgezahlt haben. Der Vater hat inzwischen die Adresse seiner Tochter. Eine Garantie für ein Happy End ist das für ihn aber nicht: „Wir haben viel aufzuholen, aber nur, wenn sie es auch wirklich will. Wenn sie keinen Kontakt will, kann ich sie nicht zwingen“.

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