Vater und Sohn betrieben Komplettservice für Marihuanaplantagen: Urteil in Kleve

Weil sie eine Art Komplettservice für den Aufbau und die Unterhaltung von Marihuanaplantagen betrieben, sind ein Vater und sein Sohn zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die beiden wurden wegen bandenmäßigen Handels schuldig gesprochen. (Robyn Beck)
Weil sie eine Art Komplettservice für den Aufbau und die Unterhaltung von Marihuanaplantagen betrieben, sind ein Vater und sein Sohn zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die beiden wurden wegen bandenmäßigen Handels schuldig gesprochen. (Robyn Beck)

Weil sie eine Art Komplettservice für den Aufbau und die Unterhaltung von illegalen Marihuanaplantagen betrieben, sind ein Mann und sein Sohn im nordrhein-westfälischen Kleve zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Der 53-jährige Vater muss für drei Jahren und drei Monate in Haft, der 27-jährige Sohn für vier Jahre, wie ein Sprecher des Landgerichts Kleve am Dienstagabend mitteilte.

Die beiden Niederländer sollen laut Anklage bis April 2022 unter dem Deckmantel einer legalen Firma Kunden beim Aufbau von illegalen Cannabisplantagen beraten und betreut haben. Das Geschäftsmodell sah auch das Besorgen der Stecklinge, die Bestellung von Equipment sowie Hilfe bei Ernte und Weiterverkauf vor.

Während der Vater für organisatorische Aufgaben, strategische Entscheidungen und Beratung zuständig war, kümmerte der Sohn sich gemeinsam mit einem 36-jährigen Helfer um die Pflege der Kundenkontakte, die Logistik, die Bereitstellung des Equipments, das Besorgen der Stecklinge und die Ernte.

Auch der Helfer saß in dem Prozess auf der Anklagebank. Er wurde wegen Beihilfe zu einem Jahr und zwei Monaten Haft verurteilt. Vater und Sohn wurden unter anderem wegen bandenmäßigen Handeltreibens mit Cannabis schuldig gesprochen. Eine ebenfalls angeklagte 51-Jährige, die Büroarbeiten erledigt haben soll, wurde freigesprochen.

wik/cfm