VDA sieht deutsche Autobauer als Vorreiter bei der Elektromobilität

Ein E-Auto wird in Dortmund geladen

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) sieht die deutschen Autobauer bei der Elektromobilität weiter auf Kurs. Angesichts 50 aktueller E-Modelle und mehr als 150 geplanter Modelle bis 2023 seien die deutschen Hersteller "Vorreiter", erklärte VDA-Präsidentin Hildegard Müller am Dienstag . 2019 bauten sie demnach 400.000 elektrische Pkw, 194.000 davon in Deutschland. "Damit ist Deutschland der drittgrößte Standort für Elektroautos weltweit, nach China und den USA."

Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wurden bei insgesamt leicht gesunkenen Zulassungszahlen im Januar knapp 7500 reine Elektrofahrzeuge neu zugelassen, gut 60 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Zahl der zugelassenen Hybride verdoppelte sich auf rund 30.800, darunter gut 8600 Plug-In-Hybride. E-Autos und Hybride hatten damit etwa 15 Prozent Marktanteil. Laut VDA werden drei von vier Elektro-Pkw aus Deutschland exportiert.

Müller erklärte, der vorgesehene Umweltbonus der Regierung sei ein "entscheidendes Instrument, um die Elektromobilität in Deutschland zum Erfolg zu führen". Es müsse "möglichst rasch grünes Licht für die Novellierung" geben. Fast 174.000 entsprechende Anträge wurden laut VDA bislang beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt.

Indes war trotz zweistelliger prozentualer Rückgänge im Januar nach wie vor jeder zweite zugelassene Pkw ein Benziner und jeder dritte ein Diesel, wie die Zahlen des KBA zeigen. Die Zahl der neuzugelassenen Brennstoffzellen-Pkw ist dem VDA zufolge mit zwölf noch "sehr gering".