Veh: Das ist mein Plan mit Köln

Stefan Kumberger, Tassilo Hackert
Armin Veh war bisher SPORT1-Experte und ist seit Montag Sportchef beim 1. FC Köln

Tapfer geschlagen, aber am Ende stand der 1. FC Köln einmal mehr mit leeren Händen da.

Nach der knappen 0:1-Niederlage beim FC Bayern liegen die Rheinländer weiter mit mickrigen drei Punkten abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz.

Auch der neue Sportchef Armin Veh konnte die Negativserie nicht beenden.

Ohnehin hat der bisherige Experte im CHECK24-Doppelpass den Klassenerhalt schon so gut wie abgeschrieben.

Mit SPORT1 sprach Veh über die Partie in München und seine Pläne mit dem Traditionsverein. 


SPORT1: Herr Veh, bei den Bayern mit 0:1 zu verlieren, da gibt es ganz andere Mannschaften, die vielmehr einen auf den Deckel bekommen. Nehmen Sie die Gratulation an, für eine Niederlage?

Armin Veh: Verlieren tut man natürlich nie gerne, keine Frage. Aber man muss ja bedenken, wie wir hierhergekommen sind. Wir haben 16 Spiele und drei Punkte, das hat es ja auch noch nie gegeben. Die Mannschaft hat unglaublich viele Schläge bekommen in dieser Saison. Wir sind mit dem letzten Aufgebot hier. Dafür war es eine richtig couragierte Leistung. Vor allem sehr diszipliniert, sehr laufstark und gut eingestellt.

SPORT1: Matthias Lehman hat gesagt, wir sind nicht hier, um uns abschlachten zu lassen. Auch in der Rückrunde wolle man zeigen, dass der FC lebt. Wie wichtig ist die emotionale Komponente, selbst wenn es in Liga zwei gehen sollte, dass man sich zumindest mit Anstand verabschiedet hat?

Veh: Das ist ja das Mindeste. Das ist ja nicht normal, dass man drei Punkte hat und letztes Jahr noch die Europa League erreicht hat. Aber so, wie die Mannschaft auftritt, mit den ganzen Schlägen, die sie diese Saison abbekommen hat, bin ich mir sicher, dass doch viele Charaktere in der Mannschaft sind, die das dann auch leben.


SPORT1: Sie sind seit Montag im Amt, konnten aber, wie man hört, schon die ersten Stellschrauben drehen. Sie werden von allen gelobt, mit denen man spricht. Dass man gute Gespräche mit Ihnen führen kann, aber dabei wird es ja nicht bleiben.

Veh: Nein. Ich bin jetzt erst drei Tage in Köln. Für mich ist wichtig, dass ich das Innenleben des Vereins auch kennenlerne. Das dauert natürlich länger. Aber das ist ja nicht meine einzige Aufgabe. Ich muss ein paar Weichen stellen. Aber das müssen wir in Ruhe und sachlich machen und nicht in irgendeinem Aktionismus.

SPORT1: Wie sieht die Zielsetzung für die letzten beiden Spiele vor der Winterpause aus? Ist vielleicht sogar das Ziel, im Pokal gegen Schalke weiterzukommen, um mit einem richtigen Schub Weihnachten feiern zu können?

Veh: Wichtig ist vor allem erst mal das nächste Spiel gegen Wolfsburg. Die Mannschaft haut sich ja wirklich rein, wir haben 13 verletzte Spieler und wir hatten gegen die Bayern fünf Jugendspieler auf der Bank. Also wirklich das letzte Aufgebot. Sie hat das Beste rausgeholt, muss ich sagen. Wenn sie das am Samstag wieder schaffen, und das werden sie versuchen, und dann vielleicht auch mit einem Erfolgserlebnis in die nächste Woche zu gehen, dann haben wir natürlich auch im Pokal eine Chance.

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