Venezuelas Präsident will internationale Beobachter bei Parlamentswahl zulassen

Maduro spricht neben einem Porträt von Hugo Chávez
Maduro spricht neben einem Porträt von Hugo Chávez

Der umstrittene Präsident Venezuelas, Nicolás Maduro, ist mit internationalen Beobachtern bei den Parlamentswahlen in seinem Land einverstanden. Bei dem Urnengang in diesem Jahr könne es eine "Begleitung" durch die UNO und andere internationale Organisationen wie die EU geben, sagte Maduro am Dienstag in einer Ansprache zu seiner Jahresbilanz. "Offene Türen für eine internationale Begleitung. Welcome, welcome!", rief der linksnationalistische Staatschef aus.

Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), die sich im Machtkampf in Venezuela gegen Maduro gestellt hatte, schloss der Präsident allerdings von seiner Einladung klipp und klar aus. Er beschimpfte deren Generalsekretär Luis Almagro als "Banditen, Dreck" und versicherte in seiner von Radio und Fernsehen übertragenen Rede, Almagro und die OAS würden "niemals" nach Venezuela gelassen.

Ein Termin für die Parlamentswahl in Venezuela steht noch nicht fest. Derzeit wird das Parlament von der Opposition dominiert; dort ist Juan Guaidó erst kürzlich erneut als Parlamentspräsident vereidigt worden. Er hatte sich vor rund einem Jahr auch als Gegen-Präsident zu Maduro ausgerufen und wurde seither als Übergangspräsident von etwa 50 Staaten anerkannt, darunter die USA und Deutschland.

Maduro hatte des Parlament allerdings über eine von ihm einberufene verfassunggebende Versammlung ausgehebelt. Ob die Opposition, die die Präsidentschaftswahl von 2018 überwiegend boykottiert hatte, nun bei den anstehenden Parlamentswahlen antritt, ist noch offen.