Verband: Trotz Vogelgrippe gibt es zu Ostern genügend Eier

Vor dem Osterfest haben Tier- und Verbraucherschützer eine Ausweitung des Kennzeichnungssystems von rohen Eiern auf alle eihaltigen Lebensmittel gefordert

Trotz Einschränkungen durch die Vogelgrippe gibt es nach Angaben der deutschen Eierwirtschaft zu Ostern genügend Eier. "Das Gesamtangebot an Eiern wird zu Ostern definitiv nicht knapper", sagte der Vorsitzende des Bundesverbands Deutsches Ei, Günter Scheper, der "Passauer Neuen Presse" vom Dienstag. Zwar gebe es derzeit zu wenige Freilandeier und weniger Bio-Eier, weil die Tiere aus Schutzgründen nicht ins Freie durften. "Insgesamt ist aber mit den Bodenhaltungseiern ein ausreichendes Angebot am Markt vorhanden."

Da alle in Deutschland zugelassenen Haltungsformen tiergerecht seien, könne der Verbraucher "überall mit gutem Gewissen zugreifen", ergänzte Scheper. "Verbrauchern, denen ein Auslauf der Hennen wichtig ist und die eben derzeit keine Freiland- oder Bio-Eier kaufen können, haben mit den sogenannten Solidaritätseiern eine Alternative." Das seien Eier aus Freilandställen, die wegen des Aufstallgebots nicht als Freilandeier verkauft werden dürfen.

Die Folgen der Vogelgrippe stellen die gesamte Geflügelwirtschaft vor eine schwierige Situation, insbesondere die Freilandbetriebe. Laut Scheper verlieren einige Bauern derzeit rund 1000 Euro pro Tag. "Die betroffenen Hühnerhalter müssen unterstützt werden", forderte der Verbandschef. Für Menschen stellen die Vogelgrippe-Erreger nach bisherigen Erkenntnissen keine Gefahr dar.

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