Verbier Festival: Musik für den Frieden

In der wunderschönen Kulisse der Schweizer Alpen findet seit fast 30 Jahren das Verbier Festival statt, eines der renommiertesten seiner Art.

Es vereint die großen Namen der klassischen Musik mit jungen Musikschülern aus der ganzen Welt, die Musik ist die einzige Sprache und das Aushängeschild.

"Es gibt etwa 300 junge Musiker zwischen 15 und 30 Jahren, die hier in Verbier spielen", erzählt der Gründer & Direktor Martin Engström. "Sie kommen alle aus verschiedenen Ländern, auch aus Russland und der Ukraine: Wir sind nicht blind für das, was um uns herum passiert. Wir leben mit der Realität, wir müssen ein Teil davon sein."

Ukrainisch-russisches Friedenskonzert Musik für den Frieden

Das Verbier Festival wurde mit einem "Friedenskonzert" eröffnet, bei dem Stücke von russischen wie ukrainischen Komponisten unter der Leitung des italienischen Dirigenten Gianandrea Noseda sowie mit der ukrainischen Pianistin Anna Fedorova gespielt wurden.

"Dieses Jahr eingeladen zu werden und bei der Eröffnung des Festivals aufzutreten, bedeutete wirklich viel", meint die Pianistin. "Musik ist etwas, an dem wir uns alle festhalten können, sie gibt uns Hoffnung und Kraft, um durch diese schwierigen Zeiten zu kommen. Ich liebe die Musik von Schostakowitsch, von Rodion Schschedrin, von Sergei Rachmaninow. Das waren und sind Menschen, die für den Frieden, gegen Gewalt sind, sie hätten niemals das unterstützt, was jetzt auf der russischen Seite passiert."

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Das Freidenskonzert beim Verbier-Festival - euronews

Musik in allen Höhenlagen

Das Verbier Festival öffnet neue Horizonte, indem es insbesondere Höhenkonzerte mit dem Junior Orchestra des Festivals und seiner Blechbläsergruppe anbietet, die in über 2000 Metern Höhe wie nie zuvor erklangen.

Beim Abstieg nach Verbier kann das Publikum von den zahlreichen Meisterklassen profitieren, die in mehreren Chalets des Dorfes mit den jungen Musikern der Festival-Akademie veranstaltet werden. Die Akademie sucht weltweit nach vielversprechenden Pianisten, Geigern, Bratschisten, Cellisten und vorgebildeten Kammermusikensembles, um sie in ihr Solisten & Ensembles-Programm aufzunehmen.

Offen für andere Stilrichtungen

Auf den Straßen von Verbier gab es eine Parade und ein Open-Air-Konzert der Gruppe „Brass for Africa“ aus Uganda. Eine NGO, deren Musiker aus armen Verhältnissen stammen und auch als Lehrer tätig sind.

"Wir sind sehr glücklich, weil wir festgestellt haben, dass trotz der unterschiedlichen Musik, - denn viele Leute spielen hier klassische Musik, die Leute unseren afrikanischen Stil wirklich mögen", freut sich die Tuba-Musikerin Nabakooza Sumayy. "Das gibt uns Hoffnung, denn unsere Schüler werden von unseren Videos inspiriert. Sie kommen aus demselben Umfeld wie wir, die Lehrer, die sie unterrichten. Das ist eine große Inspiration. Es gibt ihnen Hoffnung für die Zukunft und das ist alles, was wir wollen, denn Musik kann eine bessere Zukunft schaffen."

Das Verbier Festival setzt auf die Zukunft und die Öffnung der klassischen Musik für andere Stilrichtungen. Es endet am 31. Juli.

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