Verbraucher offenbar nur unzureichend über Nahrungsergänzungsmittel aufgeklärt

Verbraucher sind nach Einschätzung der Verbraucherzentralen häufig nur unzureichend über Nahrungsergänzungsmittel aufgeklärt. Die Zentralen der Länder sowie der Verbraucherzentrale Bundesverband sehen daher "dringenden Handlungsbedarf" bei der Gesetzgebung und der Überwachung von Lebensmitteln, wie sie am Mittwoch erklärten. Die Verbraucherschützer zogen eine Zwischenbilanz nach hundert Tagen ihres Portals "Klartext-Nahrungsergänzung", das seit dem Start mehr als eine viertel Million Seitenaufrufe, Fragen und Beschwerden zählte.

Nahrungsergänzungsmittel würden "rechtlich als Lebensmittel eingeordnet" und seien nicht zur Vorbeugung, Linderung oder Heilung von Krankheiten gedacht, erklärte die Verbraucherzentrale Brandenburg. Fast 40 Prozent der Ratsuchenden, die sich an das Portal wandten, erwarteten dies jedoch. Das sei auch "kein Wunder, denn die Mittel kommen wie Medikamente als Pillen und Pulver daher", kritisierte Veronika Wrobel von der Verbraucherzentrale Brandenburg.

Die Mittel müssten lediglich angemeldet werden, durchliefen aber kein behördliches Zulassungsverfahren und würden nicht auf Wirkung und Sicherheit geprüft, erklärten die Verbraucherschützer. Sie forderten an dieser Stelle Nachbesserungen. Auf dem Portal können sich Nutzer über Produkte informieren, aber auch selbst Fragen dazu stellen und Beschwerden einreichen.

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