Verbraucher wünschen mehr Informationen über ihre Heizkosten

Verbraucher dreht an Regler eines Heizkörpers

Angesichts steigender Energiepreise und der Klimadiskussion möchten viele Verbraucher mehr über ihre Heizkosten wissen. Mehr als zwei Drittel (72 Prozent) sagten in einer repräsentativen Online-Umfrage, sie fänden eine monatliche Information über ihre Heizkosten interessant bis äußerst interessant - und zwar Mieter genauso wie Vermieter. Die Angaben dazu möchten vier von fünf Befragten demnach am liebsten per Mail, per App auf dem Smartphone oder über ein Online-Portal zur Verfügung gestellt bekommen.

Die Umfrage gab der Energiedienstleister Ista in Auftrag. "Die Energiepreise steigen und der Klimawandel wird spürbar", sagte Ista-Chef Thomas Zinnöcker am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Da sei es verständlich, dass viele Menschen ihren Heizverbrauch besser im Blick haben möchten.

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Ab Ende Oktober 2020 sollen Bewohner von Mehrfamilienhäusern eine vierteljährliche Information über ihren Verbrauch und die damit verbundenen Kosten anfordern können, wenn in ihrem Gebäude digitale Zähler verbaut sind. Sie können auch aus der Ferne ausgelesen werden. Ab 2022 sollen Bewohner von Mehrfamilienhäusern mit digitalen Zählern diese Angaben dann monatlich bekommen. Das schreibt die neue Energieeffizienzrichtlinie der EU vor, die bis Herbst von der Bundesregierung in deutsches Recht umgesetzt werden soll.

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