Verdächtiger nach Pflastersteinattacke auf Obdachlosen in Hannover gefasst

Razzia in der Islamistenszene

Etwa eine Woche nach einer Pflastersteinattacke auf einen Obdachlosen in Hannover haben die Ermittler einen Verdächtigen ermittelt. Es handle sich um psychisch auffälligen 24-Jährigen, der ursprünglich wegen eines anderen Angriffs gefasst und danach durch die Auswertung von Videoaufnahmen mit diesem Verbrechen in Verbindung gebracht worden sei, erklärten Staatsanwaltschaft und Polizei am Donnerstag in der niedersächsischen Landeshauptstadt.

Der Obdachlose war am späten Mittwochabend voriger Woche mit schwersten Kopfverletzungen von einer Passantin neben einem Kinoeingang am Hauptbahnhof von Hannover gefunden worden. Laut Polizei hatte ihm jemand mit einem Pflasterstein mehrfach auf den Kopf geschlagen. Er kam lebensgefährlich verletzt in ein Krankenhaus.

Inzwischen verbesserte sich der Gesundheitszustand des 41-jährigen Opfers nach Angaben der Ermittler bereits. Lebensgefahr sei aber immer noch nicht auszuschließen.

Den Verdächtigen nahmen Polizisten etwa 24 Stunden nach dem Angriff in der Tatortgegend fest, weil er einen 48-Jährigen mit einer Glasflasche attackiert und leicht verletzt hatte. Wegen psychischer Auffälligkeiten wurde er für einen Tag in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, danach wegen Verdachts auf gefährliche Körperverletzung festgenommen.

Am Mittwoch hätten Beamte denselben Mann dann bei der Auswertung von Videoaufnahmen als möglichen Täter auch im Fall des Angriffs auf den Obdachlosen identifiziert, berichteten Staatsanwaltschaft und Polizei. Er sitze deshalb seit Donnerstag in Untersuchungshaft.

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