Verdächtiger nach Schüssen auf Trauergäste in London gefasst

Nach Schüssen auf Trauergäste vor einer Londoner Kirche ist ein Verdächtiger gefasst worden. Der festgenommene 22-Jährige stehe im Verdacht des versuchten Mordes, erklärte die Londoner Polizei am Montag. Bei dem Vorfall vor einer Kirche im Stadtteil Euston waren am Samstagnachmittag aus einem fahrenden Auto heraus Schüsse auf Gottesdienstbesucher abgefeuert worden, die zuvor an einer Trauerfeier teilgenommen hatten. Eine Siebenjährige wurde lebensgefährlich verletzt, vier Frauen und eine Zwölfjährige erlitten leichtere Verletzungen.

Die Trauerfeier galt der 20-jährigen Sara Sanchez, die im November an Leukämie gestorben war, und ihrer Mutter Fresia Calderon, die im gleichen Monat nach einem Flug aus Kolumbien ein tödliches Blutgerinnsel erlitten hatte. Der "Daily Telegraph" berichtete am Montag von einem möglichen Zusammenhang zwischen den Schüssen auf die Trauergäste und Drogenkriminalität: Der Zeitung zufolge war Calderons Ex-Mann 2009 wegen Geldwäsche für eine Londoner Drogengang mit Verbindungen zum berüchtigten kolumbianischen Cali-Kartell verurteilt worden.

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