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Verdacht der Ermordung ihrer drei Töchter: Griechin zu lebenslanger Haft verurteilt

Ihr Fall hatte ganz Griechenland unter Schock versetzt: Eine 35-jährige Frau, die ihre drei Töchter getötet haben soll, ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. (Aris MESSINIS)
Ihr Fall hatte ganz Griechenland unter Schock versetzt: Eine 35-jährige Frau, die ihre drei Töchter getötet haben soll, ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. (Aris MESSINIS)

Ihr Fall hatte ganz Griechenland unter Schock versetzt: Eine 35-jährige Frau, die ihre drei Töchter getötet haben soll, ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das zuständige Gericht in Athen befand die Angeklagte am Freitag des "vorsätzlichen Mordes" an ihrer neunjährigen Tochter Georgina im Januar 2022 schuldig. Zum Tod von Georginas beiden Schwestern in den Jahren zuvor stehen die Urteile noch aus.

Roula Pispirigou wird vorgeworfen, in den Jahren 2019 bis 2022 ihre drei Töchter getötet zu haben. Die Ermittlungen gegen die 35-Jährige waren durch Georginas Tod ins Rollen gekommen. Die Mutter soll ihre neunjährige Tochter mit dem vor allem in der Tiermedizin verwendeten Betäubungsmittel Ketamin umgebracht haben. Georgina hatte damals nach Krampfanfällen querschnittsgelähmt im Krankenhaus gelegen.

In der Folge leitete die Polizei auch Ermittlungen zum Tod von Pispirigous dreijähriger Tochter Malena im Jahr 2019 und ihrer sechs Monate alten Tochter Iris im Jahr 2021 ein. Dabei kam zutage, dass die beiden Mädchen erstickt sind.

Der Fall schlug in Griechenland hohe Wellen. Die Beschuldigte, eine ausgebildete Krankenschwester, wurde in griechischen Medien als "moderne Medea" tituliert - nach der Gestalt aus der griechischen Mythologie, die unter anderem ihre eigenen Kinder tötete. Es gab Mordaufrufe gegen Pispirigou, die griechische Regierung rief deswegen zur Ruhe auf.

jes/kas