Verdi: Vorwurf: BVG soll Gewerkschafter ausgespäht haben

Die Zentrale der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) in der Holzmarktstraße

Die Gewerkschaft Verdi hat den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) vorgeworfen, über das Computersystem Protokolle der Arbeitnehmervertretung ausgespäht zu haben. Konkret gehe es dabei um den Bereich U-Bahn, teilte Verdi am Freitag mit. Die BVG weist die Anschuldigungen zurück.

Laut Verdi erhielt die Bereichsleitung Zugriff auf Laufwerke der Arbeitnehmervertreter mit Protokollen über Abstimmungsergebnisse, Gesprächsnotizen, vertrauliche Personalien und Strategien gegenüber der Dienststelle.

BVG-Pressesprecherin Petra Reetz bestätigte am Freitag, dass es im Zeitraum zwischen dem 22. März und dem 4. April für die Bereichsleitung möglich gewesen sei, auf die Daten zugreifen. Dies sei ein technischer Fehler der IT-Abteilung gewesen, der mittlerweile behoben worden sei. Der Mitarbeiter habe sich selbst darüber gewundert und nachgefragt. Daraufhin sei der Zugriff sofort blockiert worden.

"Niemand hat sich Zugriffsrechte angeeignet", so Reetz. Vielmehr habe ein Techniker an einer falschen Stelle ein Häkchen gesetzt. Die Personalvertretung habe sich über den Vorfall zurecht aufgeregt, das Unternehmen habe sich bei der Arbeitnehmervertretung entschuldigt. In einem Fall sei ein Dokument geöffnet worden, dass ohnehin ohne Zugangsrechte verfügbar gewesen wäre.

"Diese Erklärung der BVG ist sehr abenteuerlich", sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Jeremy Arndt am Vormittag auf Anfrage. Die Zugriffsrechte seien von der Bereichsleitung gezielt beantragt worden. "Dies stellt nicht nur einen eklatanten ...

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