Vereinigte Arabische Emirate kündigen erstes panarabisches Weltraum-Programm an

Elf arabische Staaten haben sich erstmals auf ein gemeinsames Weltraum-Programm geeinigt. Daran nehmen unter anderem Saudi-Arabien, Algerien und Marokko teil, wie die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) am Dienstag mitteilten. Beim globalen Weltraum-Kongress in Abu Dhabi sei eine Charta unterzeichnet worden, "um die erste arabische Organisation für ein gemeinsames Weltraum-Projekt zu begründen", erklärte Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktum, Vize-Präsident und Regierungschef der Emirate. Erstes gemeinsames Projekt soll ein von arabischen Wissenschaftlern in den Emiraten produzierter Satellit sein.

Der Regierungschef hatte 2017 angekündigt, vier Astronauten aus den Emiraten bis zum Jahr 2022 zur Internationalen Raumstation (ISS) zu schicken. Im vergangenen Monat kündigten die Emirate an, dass einer ihrer Astronauten im September zur ISS starten werde. Der erste Araber im Weltraum war der saudiarabische Sultan bin Salman al-Saud, der 1985 an einer US-Shuttle-Mission teilnahm.