Kampfjet aus Vereinigten Arabischen Emiraten in Jemen abgestürzt

Zerstörungen in Sanaa nach Luftangriffen der Koalition

Im Einsatz gegen regierungsfeindliche Rebellen im Jemen ist ein Kampfjet der Vereinigten Arabischen Emirate offenbar wegen eines technischen Fehlers abgestürzt. Das Flugzeug vom Typ Mirage wurde von den Emiraten am Montag zunächst als vermisst gemeldet. Die von Saudi-Arabien geführte Militärallianz im Jemen bestätigte später den Absturz.

Beide Piloten seien bei dem Unglück am frühen Morgen getötet worden, berichtete die amtliche saudiarabische Nachrichtenagentur SPA. Die Ursache des Absturzes sei ein technischer Fehler gewesen. Aus den Emiraten hatte es zuvor lediglich geheißen, der Jet werde vermisst.

Die Maschine sei "in der von Saudi-Arabien geführten arabischen Koalition" eingesetzt gewesen, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur WAM. Die Militärallianz kämpft im Jemen an der Seite der Regierung gegen vom Iran unterstützte Rebellen.

Im Jemen kämpfen die Truppen des sunnitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi gegen schiitische Huthi-Rebellen und deren Verbündete sowie gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Die Regierungstruppen werden durch die Militärallianz unterstützt.

Es ist das erste Mal seit dem Beginn des Einsatzes im März vergangenen Jahres, dass die Emirate ein Flugzeug verloren. Seit der vergangenen Woche nimmt die Koalition verstärkt Dschihadisten in der südlichen Hafenstadt Aden ins Visier.

Von dort berichteten Behördenvertreter und Augenzeugen am Montag, dass der Kampfjet an einem Berg zerschellt sei. Demnach waren das Flugzeug und mehrere Helikopter nahe der Absturzstelle im Einsatz, um einen örtlichen IS-Anführer zu töten.