Vereinte Nationen warnen vor "beispielloser Welle von Hunger und Elend"

Der Chef der Vereinten Nationen, António Guterres, hat vor den Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine auf Ernährungssicherheit, Energieversorgung und Finanzen gewarnt. 1,6 Milliarden Menschen litten unter der vielschichtigen Krise aus Krieg, Pandemiefolgen und Klimawandel. Ginge es in diesem Jahr noch um den Zugang zu Lebensmitteln, könnte es schon im kommenden Jahr zu einer Nahrungsmittelknappheit kommen.

"Drei Monate seit der russischen Invasion in die Ukraine sind wir mit einer neuen Realität konfrontiert. Für die Menschen vor Ort bringt jeder Tag neues Blutvergießen und Leid, und für die Menschen auf der ganzen Welt droht der Krieg zusammen mit den anderen Krisen eine noch nie dagewesene Welle von Hunger und Elend auszulösen, die ein soziales und wirtschaftliches Chaos nach sich ziehen wird", sagte Guterres.

Rund 20 Millionen Tonnen Getreide sind im ukrainischen Hafen von Odessa eingelagert - Guterres fordert eine Lösung für den Transport. UN-Unterhändler sind diesbzüglich in Gesprächen mit Moskau, Kiew, Ankara, Brüssel und Washington.

Gespräche zwischen Russland und der Türkei waren gestern ohne konkrete Ergebnisse zu Ende gegangen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte, dass Moskau bereit sei Transportkorridore aus der Ukraine zu öffnen, verlangte aber im Gegenzug eine Entminung ukrainischer Häfen.

Eine Forderung, die die Ukraine ablehnt, da sie befürchtet, dass Russland die Situation für weitere Angriffe nutzen würde.

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