Verfahren gegen Juwelier nach tödlichen Schüssen auf zwei Einbrecher eingestellt

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Blaulicht an einem Polizeiwagen

Drei Monate nach den tödlichen Schüssen eines Juweliers im niedersächsischen Celle auf zwei Einbrecher hat die Staatsanwaltschaft Lüneburg das Ermittlungsverfahren gegen ihn eingestellt. Die Ermittler gingen davon aus, dass der 72-Jährige in Notwehr gehandelt habe, erklärte die Staatsanwaltschaft am Freitag. Der Mann hatte bei einem versuchten Raubüberfall auf sein Geschäft Mitte September dieses Jahres beide Täter erschossen.

Laut Staatsanwaltschaft gab der Juwelier an, sich zum Tatzeitpunkt im Büro seines Geschäfts aufgehalten zu haben. Als er einen Schrei seiner Ehefrau gehört habe, sei er in den Verkaufsraum gelaufen. Einer der Täter habe seine Frau gewürgt, der andere Täter sei mit einer Waffe auf ihn zugelaufen. Aus Angst um das Wohl seiner Frau habe er auf den ersten Täter geschossen. Als der zweite Mann seine Waffe auf ihn gerichtet habe, habe er auch auf diesen geschossen. Einer der Räuber starb noch am Tatort, der zweite Mann starb später im Krankenhaus.

Die Ermittlungen und rechtsmedizinischen Untersuchungen hätten die Darstellung des Juweliers gestützt, erklärte die Staatsanwaltschaft. Als Verteidigungshandlung hätte dem 72-Jährigen "kein milderes Mittel" zur Verfügung gestanden. Der Juwelier besaß die Waffe nach früheren Angaben der Ermittler rechtmäßig.

fho/cax