Vergessene Studien: Audi quattro Concept (2010)

feedback@motor1.com (Roland Hildebrandt)
Audi quattro Concept 2010

Eine Hommage zum 30. Geburtstag des Ur-Quattro

Name: Audi quattro Concept

Premiere: Pariser Autosalon 2010

Daten: 4,28 Meter (Länge), 1,86 Meter (Breite) und 1,33 Meter (Höhe). Radstand: 2,60 Meter. Motor: Fünfzylinder-TFSI mit 408 PS Leistung

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Hintergrund:

An die eigenen Auto-Ikonen erinnern sich die großen Konzerne stets gerne. Denken wir nur an den VW New Beetle, den Ford Thunderbird oder die Hommage-Studien zum 3.0 CSL und 2002 von BMW. Auch Audi sprang im Jahr 2010 auf diesen Zug auf. Damals debütierte auf dem Pariser Autosalon das quattro Concept. 

Schon beim ersten Blick auf das neue, Col de Turini-weiß lackierte Showcar sollte die Erinnerung an eine Legende auftauchen: an den Sport quattro von 1984, eine 306 PS starke Evolutionsstufe des Audi quattro Coupé mit reduziertem Radstand. Die Basis lieferte der Audi RS 5.

Gegenüber diesem viersitzigen Coupé verkürzten die Audi-Entwickler den Radstand um 150 Millimeter senkten gleichzeitig die Dachlinie um rund 40 Millimeter ab – wie sein Vorgänger von 1984 ist auch das Showcar von 2010 ein Zweisitzer. Die stark modifizierte Karosserie ist überwiegend aus Aluminium gefertigt, Motorhaube und Heckklappe bestehen wie auch weitere Komponenten aus Karbon. Mit nur 1.300 Kilogramm liegt der Audi quattro concept praktisch exakt auf dem Niveau des Sport-quattro von 1984.

Unter der Motorhaube arbeitet statt des Serien-Achtzylinders nun ein Fünfzylinder-Reihenmotor, dessen Basis aus einem weiteren Audi-Sportwagen stammt – aus dem TT RS. Im Audi quattro concept leistet der hier längs eingebaute Turbo-FSI 408 PS und beschleunigt das Fahrzeug in nur 3,9 Sekunden von 0 auf 100km/h. Die bedarfsgerechte Dosierung des Drehmoments erfolgt mittels einer Sechsgang-Handschaltung.

Passend zum Namen brachte der Audi quattro concept seine Kraft mit der damals jüngsten Evolutionsstufe des permanenten Allradantriebs quattro auf die Straße. Die entscheidende Innovation, das Kronenrad-Mittendifferenzial, baut kompakt und leicht und kann die Verteilung der Momente zwischen Vorder- und Hinterachse breit variieren.

Leider ging die hübsche Studie nie in Serie, aber sie gab einen Vorgeschmack auf den 2016 gestarteten Audi TT RS mit 400 PS starkem Fünfzylinder.