Verheerende Durststrecke in Italien - Regierung erwägt Notstand

Nicht nur das extreme Beispiel Italien zeigt: Europa macht eine schwere Durststrecke durch: Klimawandel, veraltetete Infrastrukturen und Verschwendung haben Trinkwasser zu einem immer wertvolleren Gut werden lassen.

Europäischer Spitzenreiter beim Pro-Kopf-Verbrauch ist die Schweiz mit 300 Litern pro Tag, gefolgt von Italien mit 245 Litern. Davon entfallen 30 Liter auf das Zähneputzen, 50 Liter auf die Dusche und hundert Liter gehen für die Waschmaschine drauf. Vergleichsweise moderat mit knapp über hundert Litern fällt der Konsum in Deutschland aus.

"Bußgelder zu hoch"

Als erste italienische Großstadt hat Verona Beschränkungen eingeführt. Bis zum 31. August ist es verboten, Gärten und Sportplätze zu bewässern und Swimmingpools zu befüllen. Verstöße werden mit Bußgeldern belegt.

Eine junge Frau in Verona sagte: "Ja, ich habe von der Verordnung gehört. Es wäre richtig, überall ein bisschen zu sparen, Wasser, Gas und Strom."

Ein anderer Passant meinte: "Ich finde die Einschränkung des Wasserverbrauchs richtig, aber die Bußgelder sind zu hoch."

Die italienische Regierung erwägt jetzt die Verhängung des Notstands über die Teile des Landes, die von der Dürre am stärksten betroffen sind. Der Pegel der Lebensader Po ist stellöenweise so niedrig wie seit 70 Jahren nicht mehr. In der Mündung des Po drang Meerwasser kilometerweit ins Landesinnere vor. Darunter dürften Vegetation und Landwirtschaft leiden.

Portugal geprägt von "schwerer Dürre"

Portugal belegt hinter Italien Platz drei im europäischenTrinkwasser-Verbrauch. Und die Konsequenzen sind dramatisch.

Von einer schweren Dürre waren im Mai 97,1 Prozent des portugiesischen Festlands betroffen, 1,4 Prozent sogar von extremer Dürre. Und im Juni soll sich die Lage noch weiter verschlechtert haben. Wasserreservoirs haben einen sehr niedrigen Stand erreicht, was die Landwirtschaft in die Knie zu zwingen droht.

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