Verkehr in Berlin: Bundesverkehrsministerium zweifelt an Tempo 30 für Berlin

Leipzigerstraße Tempo 30 / Geschwindigkeit / Luftreinhaltung

Berlin.  Die Diskussion über Tempo 30 in Berlin reißt nicht ab, seit die Senatsverkehrsverwaltung die neue Geschwindigkeitsbegrenzung vergangene Woche auf einem Abschnitt der Leipziger Straße angeordnet hat. Nun hat sich auch das Bundesverkehrsministerium zu Wort gemeldet. "Erfahrungsgemäß nutzen Kfz-Führer bei Tempo 30 vielfach den zweiten Gang und fahren damit zu hochtourig", heißt es in einer Stellungnahme auf eine Anfrage des Berliner Bundestagsabgeordneten Kai Wegner (CDU), die der Berliner Morgenpost vorliegt. Da der dadurch erhöhte Kraftstoffverbrauch auch zu höherem Schadstoffausstoß führe, würden viele Straßenverkehrsbehörden aus Luftreinhaltungsgründen Abstand davon nehmen.

Die Kritiker von Tempo 30 fühlen sich damit bestätigt. Die Einschätzung des Bundes verdeutliche, dass Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) "ausschließlich aus ideologischen Gründen gegen das Auto" handele, sagt Wegner. Offenbar wolle der rot-rot-grüne Senat damit Fahrverbote vorbereiten und geradezu provozieren. "Denn wenn Autos hochtourig fahren und somit mehr Emissionen erzeugen, wird der Senat irgendwann sagen, wir haben es versucht, aber nun können wir nicht anders als Fahrverbote erteilen", so Wegner.

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