Verkehr: Berlin hat jetzt als erstes Bundesland ein Fahrradgesetz

Der Senat und die Initiatoren des Rad-Volksentscheides haben sich geeinigt, wie der Radverkehr in Berlin ausgebaut werden soll.

Sichere Radwege an allen Hauptstraßen, mehr Abstellplätze und die Entschärfung gefährlicher Kreuzungen – das sind die Eckpunkte des Radgesetzes, auf die sich Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) und die Initiatoren des Rad-Volksentscheides geeinigt haben. "Unser Ziel ist es, dass alle Verkehrsteilnehmer in zehn Jahren sicher von A nach B kommen", sagte der Sprecher des Radentscheids, Heinrich Strößenreuther. Um das zu erreichen, schließt sich Berlin dem Projekt "vision zero" an, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Zahl der Verkehrstoten auf null zu reduzieren.

Im Zentrum der Verbesserung der Radinfrastruktur wird in den kommenden Jahren nach Angaben Günthers der Bau von sicheren Radwegen an allen Hauptstraßen stehen. Dabei handelt es sich um zwei Meter breite Radwege, die baulich von Fahrspuren getrennt angelegt werden, wenn es die jeweiligen Gegebenheiten zulassen. "Die Zeit der Straßenmalereien neigt sich langsam dem Ende", sagte Strößenreuther im Hinblick auf die bislang vor allem eingerichteten Angebotsstreifen für Radfahrer. In drei von vier Fällen müssten dafür keine Parkplätze wegfallen.

Außerdem setzt sich der Senat zum Ziel, den Anteil des Radverkehrs landesweit auf 20 Prozent, innerhalb des S-Bahnrings auf 30 Prozent zu erhöhen. Derzeit liegt er stadtweit bei rund 15 Prozent. "Unser Ziel ist es, mehr Menschen aufs Rad zu bekommen und das Radfahren komfortabler zu machen", sagte Günther. Bis 2025 sollen zudem 50.000 Radstellplätze an S- und U-Bahnhöfe...

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