Verkehr in Köln: Rolshover Straße in Kalk stößt an Belastungsgrenze

Die Planungen aus dem Jahr 2000 sind schon wieder überholt.

„Der Stadtteil Kalk entwickelt sich rasant und es ist absehbar, dass der Verkehr weiter zunehmen wird. Die Rolshover Straße ist eine der Hauptverkehrsachsen in Kalk. Mit ihrer Zu- und Abführungsfunktion für den Straßenverkehr ist diese an ihrer Kapazitätsgrenze angekommen.“

Diese Einschätzung äußern die CDU-Bezirksvertreter Jürgen Schuiszill und Michael Lange. Einige Male schon hat sich die Kalker Bezirksvertretung mit der Verkehrssituation auf der Rolshover Straße beschäftigt, die sich durch einige Bauprojekte eher verschärfen als entspannen dürfte.

So durch den Umbau der ehemaligen Kaufhof-Filiale zwischen Kalker Hauptstraße und Sieversstraße sowie durch die Neubebauung mit Wohnhäusern auf dem früheren Huwald-Hamacher-Gelände zwischen Robertstraße, Dillenburger Straße und Rolshover Straße.

Weitere Beschlüsse eventuell notwendig

Einstimmig hatten die Bezirksvertreter vor einem Jahr von der Verwaltung einen Sachstandsbericht angefordert. Es sei notwendig, so hieß es in einem Antrag der CDU, „die ausstehenden baulichen Änderungsmaßnahmen an dieser Straße einmal genauestens dargestellt zu bekommen, um eventuell weitere Beschlüsse herbeiführen zu können“.

Kurzfristig war um eine Stellungnahme der Verwaltung gebeten worden, doch die hat sich erst einmal Zeit gelassen. Nun heißt es, dass die bisherigen Planungen zur Umgestaltung der Rolshover Straße zwischen Wetzlarer Straße und Singhofener Straße inzwischen überholt seien. Sie waren Anfang der 2000er Jahre erarbeitet, aber bislang nie umgesetzt worden.

Zuerst galt als Grund für die Verzögerung, dass die Stadt nicht rechtzeitig die für den Straßenumbau erforderlichen Grundstücke erwerben konnte. Mittlerweile hat die Stadt die meisten Grundstücke angekauft, aber nun lassen sich die alten Pläne und Ideen nicht mehr umsetzen.

Fortschritte für Parkgebiet an Kalker Hauptstraße

Sie entsprechen nicht mehr den aktuellen Anforderungen an die Verkehrssicherheit. „Die damalige Planung muss vollständig überarbeitet werden“, heißt es jetzt seitens der Verwaltung, doch dafür fehlten „die personellen und die finanziellen Kapazitäten“.

Etwas weiter ist die Verwaltung beim Verkehrs- und Parkraumkonzept für die Straßenzüge rund um die Kalker Hauptstraße gekommen: Nachdem die Bezirksvertretung dieses Konzept im Januar durchgewunken hatte, wurde es den Bürgern im April bei einer Informationsveranstaltung im Foyer des Bezirksrathauses vorgestellt. Seitdem bereitet die Verwaltung Einzelheiten für die Einrichtung des Bewohner-Parkgebietes vor.

Auswirkungen der ICE-Trasse Richtung Frankfurt

Noch unklar ist, wie sich der geplante Ausbau der ICE-Trasse Richtung Frankfurt, im Bereich von Gießener Straße und Rolshover Straße, auf den normalen Straßenverkehr auswirkt. Die Realisierung wird sich allerdings nach den jüngsten Aussagen der Bahn wohl noch mindestens bis ins Jahr 2022 hinziehen.

Schließlich muss die Bahn aufgrund neuer Gesetze und Verordnungen die Planung der vorgesehenen Schallschutzwände und auch den gesamten Ablauf der einzelnen Bauabschnitte überarbeiten.

Im Mai wurden bereits 10 000 Broschüren an die Anwohner des Streckenabschnitts südlich der Gummersbacher Straße verteilt.

Dazu findet am 21. September um 18 Uhr im Pfarrheim von St. Engelbert, Pfarrer-Moll-Straße, eine öffentliche Informationsveranstaltung statt....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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