Verkehr in Nippes: Kein Tempo 30 auf der Friedrich-Karl Straße

Bürger und Politiker haben Vorschläge zur Verbesserungen eingereicht.

Auf mehrheitliche Ablehnung ist in der Bezirksvertretung Nippes ein Bürgerantrag gestoßen, der forderte, den Niehler Kirchweg als Fahrradstraße auszuweisen und Tempo 30 auf der Friedrich-Karl-Straße einzuführen.

Damit schlossen sich die Bezirkspolitiker der Verwaltung an, die von den Vorhaben abgeraten hatte. Die fünf Vertreter von Bündnis 90/Grünen stimmten dem Bürgerantrag dagegen zu, der Linken-Vertreter Andree Willige sowie der Pro-Köln-Mandatsträger enthielten sich. Der Rest folgte der Empfehlung der Verwaltung.

Keine Fahrradstraße

Den Vorschlag hatte Daniel Mörchen aus Weidenpesch, Mitglied im Radfahrerclub ADFC, eingereicht. Er begründete seinen Vorstoß mit der neuen Grundschule, die an der Ecke Friedrich-Karl-Straße/Niehler Kirchweg entsteht, sowie dem geplanten Radschnellweg als Verlängerung der Gürteltrasse zwischen Nippes/Mauenheim und der Mülheimer Brücke.

Auf einer Fahrradstraße dürfen zwar auch motorisierte Verkehrsteilnehmer fahren, sie müssen sich aber dem Radverkehr anpassen; Radler dürfen dort auch nebeneinander fahren.

Ein solches Modell hatte die Bezirksvertretung Nippes für die Etzelstraße zwischen Mauenheim und Longerich beschlossen, die ein Haupt-Schulweg zur Gesamtschule Nippes in Longerich ist. Eine Fahrradstraße auf dem Niehler Kirchweg würde „den zukünftigen Grundschülern und heutigen Schülern der Edith-Stein-Schule und des Barbara-von-Sell-Berufskollegs einen sicheren Schulweg ermöglichen“, schrieb Mörchen. Ebenso begründete er seine Tempo-30-Forderung für die Friedrich-Karl Straße, dort seien zudem die Schadstoffwerte und der Lärm zu hoch.

5000 Fahrzeuge am Tag

Die Verwaltung hielt beide Forderungen nicht für möglich beziehungsweise sinnvoll. Zwar sei der Niehler Kirchweg mit 5000 Kraftfahrzeugen am Tag noch so gerade an der Obergrenze, wo eine Fahrradstraße zulässig sei. Allerdings sei „aufgrund der Verbindungsfunktion der Straße für den Individualverkehr nicht davon auszugehen, dass der Radverkehr die vorherrschende Verkehrsart wird“ – was aber die Voraussetzung für die Einrichtung einer Fahrradstraße sei.

Die Friedrich-Karl-Straße wiederum gehört wegen ihrer Verbindungsfunktion als Ost-West-Achse zum sogenannten „Vorbehaltsnetz“, wo im Regelfall Tempo 50 gelten soll. Eine Gefahrenlage, sei nicht erkennbar. „Nach Fertigstellung des Schulneubaus wird die Verwaltung aber die Verkehrssituation neu bewerten und – soweit erforderlich – in Abstimmung mit allen zuständigen Fachdienststellen sowie der Schule selbst – geeignete Maßnahmen zur Schulwegsicherung treffen.“...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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