Verkehrskonzept: Flüsterasphalt und Tempo 30 für Mülheim

Bezirksvertretung hat über Minderung der Verkehrsbelastung entschieden.

Die Stadt beginnt damit, Vorhaben umzusetzen, die der Runde Tisch „Verkehr im Rechtsrheinischen“ zur Minderung der Verkehrsbelastung unter anderem im Kölner Nordosten beschlossen hatte.

Die Bezirksvertretung Mülheim entschied nun über erste Vorschläge des Amts für Straßen und Verkehrstechnik. Gegen die CDU und Michael Merkl (LKR) wurde der Maßnahmenkatalog der Stadt einhellig angenommen.

Flüsterasphalt geplant

Verkehrsplanerin Angela Stolte-Neumann stellte fünf Maßnahmen vor, die in nächster Zeit umgesetzt werden sollen. So plant die Stadt, auf der gesamten Länge der Bergisch Gladbacher Straße Tempo 30 einzuführen und alle Ampelanlagen darauf abzustimmen.

Das solle dazu beitragen, die Lärmbelästigung zu senken. Später soll sogenannter Flüsterasphalt auf der Straße aufgebracht werden, der nach Aussage Stolte-Neumanns den gleichen Effekt wie ein Tempolimit hat: „Wenn die Bergisch Gladbacher Straße damit bedeckt ist, erhöhen wir die zulässige Geschwindigkeit wieder auf 50 Kilometer pro Stunde.“

Außerdem sollen mehrere Kreuzungen im Verlauf der Bergisch Gladbacher Straße entschärft und geprüft werden, wo Kreisverkehr sinnvoll ist. „Unsere Fraktion lehnt Tempo 30 auf der Bergisch Gladbacher Straße ab, alles andere ist okay so“, sagte Eric Haeming (CDU). Das gelte auch für eine lediglich zeitweise Geschwindigkeitsbeschränkung. Hans Stengle (SPD) widersprach dem und begrüßte das Tempolimit: „Das ist eine zeitweise Notmaßnahme, um die Anlieger zu schützen.“

Mobilitätsstationen

Weitere Vorhaben sind die Entwicklung eines regionalen Fernradwegenetzes zwischen Köln und dem Rheinisch-Bergischen Kreis. Als Drittes sieht die Stadt die Einrichtung weiterer Mobilitätsstationen vor. Hier sollen öffentlicher Nahverkehr, Radfahrer, Car-Sharing und Ladestationen für Elektromobile konzentriert sein. Als Standorte kommen der Mülheimer Bahnhof, der Deutzer Bahnhof, Car-Sharing-Stationen in der Regentenstraße und in der Von-Sparr-Straße in Frage.

An diesen Orten sollen auch Ladestationen für E-Mobile entstehen. Als vierte Maßnahme will die Stadt prüfen, wie sich Umweltampeln am Ortseingang aus Richtung Bergisch Gladbach auf den Schadstoffausstoß auswirken. Die würden bei hoher Schadstoffbelastung auf Rot schalten und Fahrzeuge erst wieder nach Köln fahren lassen, wenn die Werte gesunken sind.

Das fünfte Vorhaben ist die Anbindung des Autobahn-Anschlusses Mülheim der A3 an den Dünnwalder Kommunalweg. Bisher gibt es nur eine Verbindung zum Clevischen Ring. Max Derichsweiler (Grüne) befürchtete, die neue Zufahrt hätte mehr Durchgangsverkehr durch den Flachsroster Weg zur Folge: „Das ist aber ein reines Wohngebiet.“ Stolte-Neumann versprach, das noch zu untersuchen....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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