Verkehrspolitik: Parken in Berlin soll für Anwohner teurer werden

Verkehrsstaatssekretär Jens-Holger Kirchner hält die Gebühr im Vergleich zu anderen Städten für zu gering. Nun soll es teurer werden.

Für Berlins Autofahrer werden die Zeiten immer rauer. Nach der Ankündigung von Dieselfahrverboten in der Innenstadt, mehr Tempo 30 sowie weniger Fahrspuren auf Hauptstraßen bringt Verkehrsstaatssekretär Jens-Holger Kirchner (Grüne) nun eine kräftige Erhöhung der Parkgebühren ins Gespräch. Es sei "eine Frechheit", wie billig für Berliner das Abstellen ihres Pkw am Straßenrand sei, wird der Grünen-Politiker nach einem Auftritt bei einer Fahrradmesse am Wochenende zitiert. Andere deutsche Städte würden da weit mehr verlangen. Und in Zürich würde das Parken die Anwohner mit umgerechnet 275 Euro im Jahr gar das 25-fache des Berliner Entgeltes kosten.

Bild Nr. 1:
Verkehrsstaatssekretär Jens-Holger Kirchner (Grüne) JOERG KRAUTHOEFER/RETO KLAR

Konkrete Zahlen, wie hoch die Parkgebühren in Berlin künftig ausfallen sollen, nannte Kirchner indes nicht. Dies sei ein Thema, dass er erst "im kommenden Jahr" anpacken wolle.

In der Tat liegt Berlin im Deutschland-Vergleich am unteren Ende der Gebührenleiter. Derzeit kostet die zwei Jahre lang gültige Parkvignette die Innenstadtbewohner eine Gebühr von 20,40 Euro. München und Köln fordern von ihren Einwohnern 60 Euro für eine Zweijahresvignette, in Frankfurt am Main werden 50 Euro fällig. Hamburg stellt den Bewohnern 30,30 Euro für ein Jahr in Rechnung. Selbst in ostdeutschen Städten wie Leipzig und Dresden müssen Anwohner mehr fürs Parken zahlen als in Berlin.

Auch das Parkticket für Besucher soll teurer werden

Mit der Vignette hinter der Windschutzscheibe können die Anwohner ihr Auto in einem Gebiet, in dem sonst Parkgebühren fällig w...

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