Verkehrssicherheit : Berlin scheitert mit Plan für Abbiegeassistenten

In der Debatte um verpflichtende Abbiegeassistenten für Lkw zum Schutz von Radfahrern und Fußgängern muss das Land Berlin einen Rückschlag einstecken. Die Hauptstadt ist im Bundesrat mit dem Plan gescheitert, Lkw ohne Abbiegeassistenten aus der Stadt aussperren zu dürfen. Einen entsprechenden Antrag lehnte der Unterausschuss des Bundesrats ab.

Nach dem Tod einer Radfahrerin durch einen rechtsabbiegenden Lastwagen am Kottbusser Tor Anfang Januar war die Diskussion um Sicherheit im Straßenverkehr neu entbrannt. Unter anderem hatte der Radfahrerverband ADFC Berlin erneut gefordert, Abbiegeassistenzsysteme für Lkw schneller als geplant einzuführen.

Die Technik warnt Fahrer von Lkw oder Bussen beim Abbiegen, ob sich von der Seite ein Radfahrer oder Fußgänger nähert. Andere Systeme schalten beim Blinken zusätzlich eine Kamera ein, die den Blickwinkel der Fahrer erweitern soll. In der EU ist die Technik ab 2022 für neue Lkw-Fahrzeugtypen verpflichtend. Ab 2024 müssen dann alle neuen Lastwagen über einen Abbiegeassistent verfügen.

Auch interessant: Radfahren in Berlin - täglich ein Kampf David gegen Goliath

Abbiegeassistenten: ADFC kritisiert die Entscheidung

Nach Auffassung der Senatsverkehrsverwaltung ist das „ein zu später Zeitpunkt“. Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) hatte deshalb bereits nach dem Tod einer Radfahrerin im Februar 2019 angekündigt, mit Hilfe von Verkehrssicherheitszonen schon früher Lastwagen ohne die Hilfstechnik aus der Innenstadt aussperren zu wollen. Nötig w...

Lesen Sie hier weiter!