Verkehrswende: Umbau der Berliner Allee eingedampft – Protest in Weißensee

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Berlin. Fünf Jahre nach den ersten Forderungen nach breiten Radwegen, Fußgängerquerungen und Tempo 30 auf der Berliner Allee droht das Verkehrswendeprojekt in Weißensee zu scheitern. Jetzt wird bekannt: Bei der Sanierung der stark befahrenen Magistrale im nächsten Jahr will die Senatsverkehrsverwaltung den jetzigen Querschnitt des Straßenraums im Wesentlichen beibehalten – anders als von einer Anwohnerinitiative gefordert. Bei der heutigen Aufteilung der Flächen hat der Autoverkehr auf beiden Seiten der Straßenbahn-Trasse pro Fahrtrichtung jeweils zwei Spuren und einen Parkstreifen. Ein Fahrradstreifen auf der Straße oder dem Bürgersteig? Nicht existent. Schlimmstenfalls müssen Radfahrer auch künftig auf eine eigene, breite Spur verzichten.

Erklärungen des Staatssekretärs Ingmar Streese auf Anfrage des SPD-Abgeordneten Tino Schopf zeigen: Für eine Neuaufteilung der Berliner Allee mit Radspuren fehlt der Platz. Denn das Verkehrsaufkommen mit über 35.000 pro Tag steigt – auch wegen großen Wohnungsbauprojekten in Pankow – so stark an, dass die zentrale Verkehrsader von Weißensee nicht auf eine der beiden Auto-Fahrspuren pro Richtung verzichten kann. Die lang erwartete Studie zur Prüfung von Lösungen für den Radverkehr wird gar nicht erst gestartet.

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