Verona Pooth: "Was sich in meinem Kopf abspielt, ist eine Sache zwischen mir und mir"

Sie könne sich besonders gut in ihr Gegenüber hineinfühlen, verrät Verona Pooths im Interview mit der Nachrichtenagentur "teleschau". Ist das ihr Geheimnis als Moderatorin? In ihrer neuen eigenen Talkshow "More than Talking" scheint der Name jedenfalls Programm zu sein. Sie begrüßt die unterschiedlichsten Gäste und bespricht bunte Themen. (Bild: MagentaTV / Anelia Janeva)

Verona Pooth legt in ihrer neuen Talkshow "More than Talking" auf eines besonders viel Wert: Professionalität. "Ich möchte niemanden bloßstellen". Der 54-Jährigen gehe es besonders darum, offen über ebenso emotionale wie aktuelle Themen zu sprechen - und sich dabei auf den Gast einzustellen.

"Mir geht es nicht darum, in der Vergangenheit meiner Gäste herumzustochern, bis ich etwas finde, was negativ ist, um drüber zu berichten", betonte Verona Pooth jetzt in einem Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau. Bei ihrer neuen Talkshow "More than Talking" (MagentaTV) scheint der Name Programm zu sein, da es für die Moderatorin besonders wichtig ist, dass sich jeder Gast wohlfühlt. "Ich möchte niemanden bloßstellen oder in die Enge treiben", betont sie. Schließlich habe sie ein besonderes Gespür für ihr Gegenüber: "Meine Sensoren sind stark auf den Gast ausgerichtet", so Pooth. Sie könne sich sofort auf die Stimmung anderer einstellen - egal, welche Position sie inne hat, ob Moderatorin oder Gast. "Sollte es mir doch einmal passieren, dass sich ein Gast zu emotional gefordert fühlt, kann ich diese Frage auch schnell zurückziehen und eine neue formulieren."

Verona Pooth steht schon lange im Rampenlicht. Ende der 90er-Jahre moderierte sie ihr erstes Format "Veronas Welt" (RTL). Jetzt kehrt sie als Moderatorin zurück. "More than Talking" soll hinter die Kulissen von Menschen blicken und wahre Geschichten erzählen. Sie wolle niemanden in die Ecke drängen. (Bild: 2022 Getty Images/Gerald Matzka)
Verona Pooth steht schon lange im Rampenlicht. Ende der 90er-Jahre moderierte sie ihr erstes Format "Veronas Welt" (RTL). Jetzt kehrt sie als Moderatorin zurück. "More than Talking" soll hinter die Kulissen von Menschen blicken und wahre Geschichten erzählen. Sie wolle niemanden in die Ecke drängen. (Bild: 2022 Getty Images/Gerald Matzka)

"Meine ganze Karriere beruht auf wahren Geschichten"

"Wenn Moderatoren versuchen, mich in die Enge zu treiben, dann laufe ich auf Hochtouren und liebe es, mich in einer solchen Situation zu verteidigen", lässt sich die 54-Jährige zitieren. Ganz der TV-Profi eben. So könne auch sie aus diesen Situationen lernen und über sich hinauswachsen. In ihrer Show fährt die gebürtige Hamburgerin eine klare Linie: "Mein Talent, mit Menschen zu sprechen, bedeutet für mich, auch die Verantwortung für ein hochwertiges Gespräch zu tragen".

Auf die Frage, ob man Unbekümmertheit trainieren könne, antwortet Pooth prompt: "Ich bin nicht unbekümmert." Sie wisse genau, was sie sage, sie versuche nur, "es unbekümmert wirken zu lassen". Ein feiner Unterschied, so Pooth. "Denn das, was sich in meinem Kopf abspielt, ist eine Sache zwischen mir und mir", erklärt sie augenzwinkernd.

Ihre "Mamita" wie sie ihre Mutter liebevoll nennt, habe sie gelehrt, vor nichts Angst zu haben: "Wenn du die Wahrheit sagst, brauchst du vor nichts Angst zu haben." Und, so die 54-Jähriger weiter, "meine ganze Karriere beruht auf wahren Geschichten. Deshalb habe ich nichts zu verbergen und werde jedem Rede und Antwort stehen."

Man kennt die Entertainerin eigentlich nur gut aufgelegt und fröhlich. "Wenn ich mal traurig oder melancholisch bin, dann bin ich vielleicht zu Hause und philosophiere gerade über das Leben", erklärt die vor der Kamera meist notorisch gut aufgelegte Entertainerin. "Aber sobald ich unter Menschen bin, bin ich wie eine Lampe: Ich bringe einfach Licht mit."