Da verpufft die Energie: Spanien ist europäisches Schlusslicht bei der energetischen Sanierung

Da verpufft die Energie: Spanien ist europäisches Schlusslicht bei der energetischen Sanierung

Nicht nur in Spanien haben viele Gebäude ein Problem mit der Energieeffizienz. Was die Sanierung des Gebäudebestands angeht, ist Spanien das Schlusslicht Europas. Nicht nur in Anbetracht der aktuellen Energiekrise muss dringend etwas getan werden, sondern auch, um die ehrgeizigen Ziele der EU zur Kohlenstoffneutralität zu erreichen, mahnt der spanische Ableger des weltweiten Rates für grünes Bauen.

Wir müssen viel erneuern, viel verbessern, denn vieles wurde zu einer Zeit gebaut, von den fünfziger, sechziger Jahren bis in die neunziger, und damals wurde nicht immer mit besonders fortschrittlicher Technologie oder qualitativ hochwertig gebaut.

Es gibt diverse Effizienzklassen bei Wohngebäuden. Das erste in Spanien gebaute Gebäude mit der besten Energieklasse zeichnet sich neben Photovoltaik-Paneelen mit weiteren Merkmalen aus.

Es braucht eine hervorragende Isolierung, die völlige Vermeidung von Wärmebrücken und hocheffiziente Fenster. Optimalerweise erreichen wir, dass Baukörper und Wohnräume luftdicht sind.

Die spanische Regierung will bis 2026 mehr als eine halbe Million Wohnungen sanieren, von insgesamt 25 Millionen. Aber auch bei Nutzgebäuden muss die Effizienz verbessert werden.

Bei optimal luftdichten Gebäuden braucht es hervorragende Lüftungs- und Filtersysteme – die Steuerung solcher Anlagen hat entscheidenden Einfluss auf den Energieverbrauch.

Die Luftqualität schwank, dazu kommt die Belegung der Räume – werden zu- und Abluft durchgehend intelligent gesteuert, ist wirtschaftliche Potential sehr groß.

Spanien hat 6,8 Milliarden Euro aus den EU-Fonds zur Renovierung von Gebäuden vorgesehen. Ob das Ziel erreicht wird, hängt jedoch von anderen Faktoren ab.

Wir haben Vorschriften und Normen, und wir haben europäische Fördermittel, diese beiden Hebel sind da. Jetzt müssen wir in kürzester Zeit Nachfrage schaffen, also viele Leute motivieren, ihre Häuser zu sanieren. Sie sind der dritte Hebel.

Brüssel allerdings knüpft die Sanierungshilfen an weitere Bedingungen: die Verringerung der Abhängigkeit von nicht erneuerbaren Energiequellen oder eine effiziente Abfallwirtschaft.