Verrückt: Am Tag der Deutschen Einheit wieder bis zu 28 Grad möglich

·Lesedauer: 3 Min.

Volle Südwestdüse sagt das europäische Wettermodell genau für den Tag der Deutschen Einheit am kommenden Sonntag vorher. Demnach rauschen die Höchstwerte in Deutschland wieder in die Höhe.

Frau mit Sonnenhut genießt die warmen Temperaturen (Symbolbild: Getty Images)
Am Tag der Deutschen Einheit können wir wieder Sonne pur genießen (Symbolbild: Getty Images)

Teilweise sind 25 Grad drin, regional sogar bis zu 28 Grad, beispielsweise am Rhein. Für Anfang Oktober wäre das eine verrückte Wärme. Das europäische Wettermodell rechnet genau an diesem Tag mit einer strammen Südwestströmung und sommerlichen Werten. Das US-Wettermodell sieht am diesem Tag kaum 20 Grad. Es rechnet nicht mit diesem massiven Warmluftvorstoß zum Tag der Deutschen Einheit. Dort sind maximal bis zu 20 Grad angesetzt. Es ist also sehr spannend. Auf jeden Fall bekommen wir morgen erstmal kalte Luftmassen ab und die bringen uns teilweise einen Donnerstagmorgen mit Bodenfrost!

"Verrückte Wettertage. Man weiß nicht so genau wohin die Wettermodelle eigentlich wollen. Morgen kommt Polarluft an. Die drückte die Tiefstwerte in der Nacht auf Donnerstag deutlich in den Keller, stellenweise gibt es Bodenfrost. In 2 Metern Messhöhe sinken die Werte in der Nacht teilweise auf 5 Grad und noch etwas tiefer. 

Warmluftdüse aus Südwesteuropa

Doch nur 2 bis 3 Tage später rechnet das europäische Modell mit einer Warmluftdüse aus Südwesteuropa. Zum Sonntag wären dann wieder in der Spitze 25 bis 28 Grad möglich und das Anfang Oktober. Aber das wäre noch kein Rekord. Der liegt für Anfang Oktober bei knapp über 30 Grad. Es war also im Oktober schon mal deutlich wärmer. Insgesamt stehen uns spannende Tage bevor. Morgen droht von der Ostsee bis nach Bayern auch noch Starkregen. Es bilden sich in diesem Bereich ab Mittwochmittag teils kräftige Schauer und Gewitter aus“ erklärt Diplom-Meteorloge Dominik Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met (www.qmet.de) gegenüber dem Wetterportal wetter.net (www.wetter.net).

So geht es in den kommenden Tagen weiter:

Dienstag: 17 bis 22 Grad, meist freundlich, kaum Regen

Mittwoch: 14 bis 18 Grad, von der Ostsee bis nach Bayern kräftige Regengüsse und Gewitter

Donnerstag: 12 bis 17 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, stellenweise Schauer

Freitag: 14 bis 20 Grad, meist freundlich, kaum Schauer

Samstag: 15 bis 19 Grad, mal Sonne, mal Wolken, ab und zu kurze Schauer

Sonntag: 19 bis 27 Grad, ungewöhnlicher Wärmeschub, gegen Abend aus Westen Schauer und Gewitter

Montag: 13 bis 19 Grad, wechselhaft mit einzelnen Schauern

Vulkan auf La Palma sorgt für Schwefelwolken

Dadurch, dass ab morgen der Wind eher aus West bis Nordwest kommt, wird die Schwefelwolke erstmal aus Deutschland vertrieben. In ca. 5000 m Höhe ist heute noch eine erhöhte Schwefeldioxid-Konzentration vorhanden. Das kommt direkt von den Kanaren, vom Vulkan auf La Palma. Sollte aber der Wind am Sonntag kurzzeitig wieder voll auf Südwest drehen, dann wäre auch schnell wieder eine neue Schwefelwolke in Mitteleuropa. Täglich bläst der Vulkan auf den Kanaren 7000 bis 11000 Tonnen Schwefeldioxid in die Luft! Und er denkt gar nicht daran sich abzuschwächen.

"Die Prognose für die ersten Oktobertage ist wirklich extrem schwer. Die Spannbreite reicht von Tageswerten bis zu 23 oder 24 Grad bis hin zu täglichen Höchstwerten unter 10 Grad. Da ist eine große Unsicherheit, was das Wetter im ersten Oktoberdrittel angeht. Die Atmosphäre ist ordentlich in Bewegung. Da wäre es nicht verwunderlich, wenn plötzlich noch ein Herbststurm auftauchen würde“, erklärt Wetterexperte Jung.

VIDEO: Dürre am Euphrat: Dem Garten Eden geht das Wasser aus

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.